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Schlei-Bote

13. Dezember 2017 | 16:46 Uhr

Arnis : Zehn Bands machen Musik am Noor

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Programm für das Jazz- und Rockfestival im August steht. An beiden Tagen werden 5000 Besucher erwartet.

shz.de von
erstellt am 27.Jun.2016 | 07:30 Uhr

„Das Klavier ist ein Geschenk aus Hannover“, sagt Jens Matthiesen. „Aber es ist schon etwa hundert Jahre alt und in ihm steckt der Holzwurm drin“. Deshalb sei es kein Verlust, wenn es nun „zu Wasser gelassen“ werde – als maritimes Kunstobjekt auf einem Floß im Grödersbyer Noor. Als Blickfang mit Einladungscharakter kommt es somit zu späten Ehren. Eva Wöltjen entlockt dem Instrument zu guter Letzt noch ein paar Akkorde – sozusagen das Abschieds-Halali.

Der Arnisser Bürgermeister Bernd Kugler, Werfteigner Jan Willem Paulsen sowie die Mitstreiter Jens Matthiesen und Thomas Wöltjen sowie Inka Matthiesen, die für die Finanzen des Projekts zuständig ist, sind die Initiatoren und Motoren des Festivals „Musik am Noor“. Das Organisationsteam arbeitet ehrenamtlich, handelt in gemeinnützigem Sinne und sorgt dafür, dass die Gagen für die Bands und die übrigen Kosten ausschließlich durch Sponsorengelder finanziert werden. Die Stadt Arnis übernimmt lediglich die Ausfallbürgschaft. Als Besonderheit wird bei allen Konzerten von den Besuchern kein Obolus verlangt.

Zahlreiche Helfer unterstützen dieses Festival, das im August zum sechsten Mal stattfinden wird. Sieben Wochen vorher stand jetzt das Klavier auf einem Floß, das der Arnisser Peter Eberhardt erst kürzlich aus Fichtenholz gebaut hatte. Jens Matthiesen spielte den Steuermann, als das Gefährt gemächlich von der Slipanlage ins Noorwasser glitt. Jan Willem Paulsen machte ein Motorboot klar und gab Schlepphilfe. „Die letzten zwei Wochen wird das Klavier dann auf die Schlei verholt und abseits der Fahrrine verankert“, berichtet Bernd Kugler. Paulsen ergänzt: „Nachts wird es dann beleuchtet.“

Zu den Neuerungen in diesem Jahr zählt die Aufstellung eines Festzelts auf einem privaten Ufergelände gleich neben der Werfthalle. Dort werden auch Speis und Trank angeboten. Das Team hat sich für diese Ergänzung entschieden, damit die Besucherströme sich nicht nur auf die Veranstaltungshalle konzentrieren.

Das musikalische Highlight in der kleinsten deutschen Stadt hat bereits in den vergangenen Jahren überregional für Aufsehen und Aufmerksamkeit gesorgt. Viele Fans schwärmen vor allem von der schönen Abendstimmung, die entsteht, wenn heiße Rhythmen beim Anblick der untergehenden Sonne über dem Noor ertönen.

Das musikalische Programm ist – wie gewohnt - bunt und facettenreich. Jazz und Rock – und außerdem Swing, Dixieland, Blues, Folk und Boogie werden am Freitag, 12. August, und tags darauf auf der Bühne der Halle der M&P Jachtwerft Paulsen (Langestraße 70 ) dargeboten. Zehn Bands treten auf: „Arp´s Willpower“ (Fr. ab 17 Uhr), „Swinging Feetwarmers Jazzband“ (Fr. 19 Uhr), „Brassballet“ (Fr. 21.30 Uhr), „Jazz oder nie“ (Sa. 12 Uhr in der Stadt unterwegs), „Clarinet & Sax Quartett“ (Sa. 12 Uhr), „Vorsicht Schnulze“ (Sa. 14 Uhr), Boogielicious“ (Sa. 16 Uhr), Fin Cocheroo & the LoFi-Few“ (Sa. 18 Uhr), „Neanders Jazzband“ (Sa. 20 Uhr) und „Jay Ottaway Band“ (Sa. 22 Uhr).

Erwartet werden an beiden Tagen rund 5000 Fans. „Es herrscht immer ein Kommen und Gehen“, sagt Jan Willem Paulsen. „Mehr Fans können wir auch gar nicht bei uns unterbringen.“

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