"Yonder" brachte das Blut in Wallung

Mitreißende Rhythmen bot die Gruppe 'Yonder' mit Angelika Göllnitz, Johannes Schulz und Olaf Wiesner (von links). Foto: Barz
Mitreißende Rhythmen bot die Gruppe "Yonder" mit Angelika Göllnitz, Johannes Schulz und Olaf Wiesner (von links). Foto: Barz

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27. November 2010, 03:59 Uhr

KAPPELN | Groß war der Zuspruch zum jüngsten Konzert, zu dem der Ostangler Folk-Club ins Ellenberger Begegnungszentrum geladen hatten. Viele waren von der Altstadt nach "drüben" gekommen und hatten sich so - ganz unwissentlich - dem Motto des Abends untergeordnet. Denn: "Nach drüben" ist auch die Übersetzung des altenglischen Wortes "Yonder", und das war der Name der Band, die an diesem Abend auftrat.

"Yonder" überzeugte durch erfrischende Rhythmen und wunderschöne Melodien. Ungewohnte, doch ungemein mitreißende osteuropäischer Tanzmelodien trafen auf "urfolkige" irische Reels. Stets war die Musik in frisch und plaudernd dargebotenen Geschichten eingebunden. Eine fast satirische Analogie zu Kappeln bot denn auch die Anekdote eines durch einen Fluss geteilten österreichischen Dorfes. Hier seien die Ortsnamen "St. Martin diesseits" und "St. Martin jenseits" nicht nur fest in den Köpfen der Bewohner, sondern gleich auch auf den Ortsschildern verewigt. Es war ein erstaunlicher Abend, der eine Wiederholung verdient hätte. Die Musiker bedankten sich für den lang anhaltenden Applaus mit einer tollen Trommelsession, die noch einmal das Blut in Wallung brachte.

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