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Schlei-Bote

17. August 2017 | 06:26 Uhr

Damp : Yachthafen wird runderneuert

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Steganlagen, Liegeplatzversorgung, Beleuchtung – der Damper Yachthafen wird runderneuert. Das lässt sich das Ostsee Resort Damp rund 1,5 Millionen Euro kosten.

Die Erneuerung des Damper Yachthafens ist eines der Großprojekte, die Damp für die Zukunft aufwerten sollen. Seit 1972 ist die Hafenanlage in Betrieb, inzwischen ist sie samt ihren Stegen und Versorgungselementen mehr als in die Jahre gekommen. Und neben dem Zahn der Zeit hat auch der Bohrwurm unter Wasser an acht Stegen genagt. Diese werden jetzt einschließlich des Unterbaus komplett entfernt und durch neue Konstruktionen ersetzt, zugleich werden dabei auch die gewachsenen Bedürfnisse der Bootsliegeplatzinhaber berücksichtigt.

Waren die alten Steganlagen noch aus Holz, werden die neuen Stege auf der Basis von glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) entstehen. Damit sollen durchgerottete, vermooste oder lose Planken ab sofort der Vergangenheit angehören. „Die Oberkonstruktion ist eine sogenannte Micro-Mesh-Struktur, die an Gitterroste erinnert. Die Tragbalken sind aus GFK-Doppel-T-Träger,“ beschreibt Thees Thiel von der Kieler Port-Consult-Gmbh den Aufbau. An der Oberfläche aufgeraut, bleibe kein Wasser mehr stehen und es gebe so gut wie keine Bemoosung mehr. Und Nils Jaich von der Firma Ostseedienst Kappeln ergänzt: „Rund 30 Prozent teurer als Eiche und billiger als Tropenholz hat das neue System jedoch den Vorteil, dass es auf 20 Jahre nahezu wartungsfrei ist.“ Für Jaich ein klares Plus, bei dem unter anderem auch das jährliche Auswechseln verwitterter Planken entfalle.

Rund 1,5 Millionen Euro investiert der Betreiber in die Anlage – 500 Meter Steglänge mit 1250 Quadratmeter Fläche werden erneuert, 200 Pfähle müssen dabei gezogen und wieder neu gesetzt werden. Ausgeführt werden die Arbeiten durch umliegende Handwerksbetriebe, diese sind mit ihren Arbeiten aufgrund der günstigen Witterung dem Zeitplan sogar etwas voraus. Gleichzeitig wird dabei auch die Liegeplatzversorgung erneuert und die Trinkwasserversorgung dem aktuellen Stand angepasst. Ebenso wird die Beleuchtung komplett auf LED umgestellt und das Lichtbild jeder Energiesäule so eingestellt, dass Bootsnutzer im Schlaf nicht beeinträchtigt werden, jedoch maximale Ausleuchtung der Lauffläche gegeben ist – so das Ziel. Die Anzahl und Anordnung der Liegeplätze ist gleich geblieben, hinzu kommt für jeden Steg ein „amerikanischer Briefkasten“.

Angehoben und behindertengerecht ausgeführt wird im Zuge der Maßnahmen Steg K. Für Hafenlieger wird es eine Kundenkarte geben, die Vergünstigungen bei den touristischen Outlets bietet, die Hafengeldabrechnung für Gastlieger ist zukünftig über einen Automaten möglich. Melanie Jaeger vom Ostsee-Resort-Damp sagt: „Wir sehen den Hafen ähnlich wie einen Hotelbetrieb. So sind Wasser und Strom dabei inklusive.“ Die Liegeplatznutzer wird es freuen, denn auch an den Gebühren wird sich in diesem Jahr nichts ändern.


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erstellt am 20.Jan.2014 | 07:30 Uhr

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