zur Navigation springen

Damper Hafen : Yachten schweben ins Winterlager

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Im Damper Hafen ist für die meisten Schiffe die Segelsaison beendet. Bis zu 15 Boote holt Hafenmeister Tim Schulze täglich aus dem Wasser.

Als die Haltegurte um ihre Segelyacht „Lümmel“ gelegt werden und Hafenmeister Tim Schulze nach der Kontrolle das Kommando gibt, das Schiff aus dem Wasser zu hieven, stehen die Eigner Andreas und Frauke Hennemann auf der Pier und schauen dem Manöver genau zu. Jetzt am Ende einer langen Saison soll ihre 36-Fuß-Yacht der Marke Hallberg-Rassy ins Winterlager ins Yachtzentrum Damp. An so einem ruhigen Herbsttag holen der Hafenmeister und sein zweiköpfiges Team bis zu 15 Boote aus dem Wasser.

Seit zwei Jahren ist Tim Schulze erster Hafenmeister in Damp. Gemeinsam mit seinem Vater Thomas Schulze (56), der Chef der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger in der Station Damp ist, und Hans Schäfer (57) hat der 25-Jährige alles im Griff. „Wir sind ein eingespieltes Team und wissen, dass wir eine hohe Verantwortung in der Hand haben“, so Schulze, wohl wissend, dass einige der Yachten sehr viel Geld wert sind. Mithilfe des für 44 000 Euro sanierten Kranes können bis zu 12,5 Tonnen schwere Boote aus dem Wasser geholt werden oder „gekrant“ werden, wie es in der Fachsprache heißt.

Seit dem 20. September wird jeden Tag „gekrant“. 300 Yachten, die einen Dauerliegeplatz in Damp haben, kommen ins Winterlager. Aber auch fremde Segler kommen eigens zum „Kranen“ nach Damp, weiß Schulze. Augenmaß und Erfahrung sind bei dieser Arbeit gefordert. So beim Anlegen der Haltegurte. „Wir müssen aufpassen, dass wir die Antriebe unten nicht beschädigen“, sagt der Hafenmeister und meint die Schraube samt Propellerwelle. Auch der Moment, in dem das Schiff auf dem Trailer liegt, erfordert Geschicklichkeit, wenn die Haltegurte gelöst werden und die Yacht stabilisiert wird.

Das Eignerehepaar Hennemann ist beruhigt. Ihr „Lümmel“ ist fertig zum Abtransport ins Winterlager. Das Paar aus Nordrhein-Westfalen hat in dieser Saison sein Segelrevier von der Nordsee in die Ostsee verlegt. Für den Damper Hafen hat es nur Lob übrig. „Ein sehr guter Ausgangspunkt für Törns in die Ostsee mit einer wirklich guten Infrastruktur“, sagt Andreas Hennemann. Dem 55-Jährigen gefällt es so gut, dass er und seine Frau Frauke (45) auch in der nächsten Saison Damp als ihren Heimathafen auserkoren haben. Die Chance auf einen festen Liegeplatz ist gering. „Alle 300 Plätze sind ausgebucht. Es gibt bereits eine Warteliste“, sagt Thomas Ringsleben, Bereichsleiter Wirtschaft, Freizeit und Hafen.

Noch bis zum 15. November „kranen“ Hafenmeister Tim Schulze und sein Team die Yachten. Dann dürfte auch für sie diese Saison endgültig beendet sein.

Foto: 

zur Startseite

von
erstellt am 04.Okt.2014 | 12:45 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen