Wüsten-Expedition mit Hund

Im eigenen Expeditionswagen ging es für Michael Demoulin und 'Max' mehrere Wochen durch die Sahara. Foto: Nordmann
Im eigenen Expeditionswagen ging es für Michael Demoulin und "Max" mehrere Wochen durch die Sahara. Foto: Nordmann

Michael Demoulin holte "Max" aus dem Tierheim und fuhr mit ihm durch die Sahara

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16. Juli 2012, 03:59 Uhr

Kappeln | Wie eine gut funktionierende Nachbarschaft aussieht, konnte man gestern im Weidefelder Weg erleben. Seit Jahren feiern das Tier-, Natur- und Jugendzentrum und das Tierheim Weidefeld ihren "Tag der offenen Tür" gemeinsam - und beide profitieren von dieser Absprache, nicht nur aufgrund des ohnehin vorhandenen kurzen Pfades zwischen den beiden Grundstücken.

Und während drüben im Weidefelder Weg 14a gestern also die Affen das Sagen hatten, tummelten sich auf dem Gelände von 14b vorzugsweise Hunde. Einer davon: "Max", ein neunjähriger Schäferhund-Husky-Mix. Bis 2005 lebte er im Weidefelder Tierheim, dann holte ihn Michael Demoulin zu sich nach Süderbrarup. Gestern sind die beiden zurück nach Kappeln gekommen, um von ihrer Abenteuerreise in die Sahara zu berichten, die sie zum Jahreswechsel 2010/11 unternommen hatten. "Ich bin nun mal kein Pauschalurlauber", lautete Demoulins Erklärung für diese spezielle Art, seine Ferien zu verbringen. Für den Wüstentrip hatte er eigens ein ausrangiertes Feuerwehrauto umgebaut, mit Gasherd, Toilette, einem 200-Liter-Wassertank ausgestattet, innen drin jede Menge Holz verarbeitet. "Max" erhielt seinen Schlafplatz unter einer Bank. Und Michael Demoulin betonte gestern: "Land und Leute lernt man nur wirklich kennen, wenn man sich abseits des Touristendaseins bewegt."

Mit seinem meterhohen Geländefahrzeug war der Süderbraruper ein echter Hingucker auf dem Tierheim-Areal. Sieben weitere tobten sich im Hundezwinger aus: Die zwölf Wochen alten Pointer-Mix-Welpen gaben sich äußerst verspielt und sind bereit für ein neues Zuhause.

Ansonsten herrschte auch im Tierheim Hochbetrieb, im "Pfotencafé" waren die Sitzplätze jedenfalls heiß begehrt. Für die jüngsten Besucher bot sich mit einer Rallye die Chance, das Gelände mal ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Die Glücksritter versuchten sich beim Loseziehen für die Tombola. Und gegen Mittag lagen die ersten Bratwürste auf dem Grill.

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