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Rabenkirchen-Faulück : Wohnraum für Flüchtlinge gesucht

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Statt eines neuen Gerätehauses liebäugelt Rabenkirchen-Faulück mit dem Bau eines Dorfgemeinschaftshauses für Feuerwehr, Kirchengemeinde und Vereine.

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2016 | 17:48 Uhr

Die Gemeindevertretung bekräftigte in ihrer jüngsten Sitzung ihren Willen zur Unterstützung und Unterbringung von Flüchtlingen in Rabenkirchen-Faulück. Einen entsprechenden Antrag hatte die SPD-Fraktion gestellt, nachdem es in der Sitzung Ende September Irritationen zur Einquartierung von Asylsuchenden im Gästehaus der Gaststätte „Boddelhoch“ gegeben hatte. Damals hatte die Gemeindevertreterin Marty Clausen (CDU) die Befürchtung geäußert, es könnte zu Komplikationen führen, wenn eine größere Gruppe von jungen Flüchtlingen in unmittelbarer Nähe zu einem von zahlreichen Reitschülerinnen besuchten Ferienhof untergebracht werde. Johann Ryll (SPD) erklärte jetzt, diese Auffassung werde von seiner Fraktion nicht geteilt. Bürgermeister Peter-Martin Dreyer berichtete nun, dass das Problem quasi vom Tisch sei, denn es stehe fest, dass in „Boddelhoch“ lediglich zwei Flüchtlingsfamilien einziehen würden. Dreyer räumte zugleich mit dem Gerücht über eine bevorstehende Schließung des gastronomischen Betriebs auf, das unter der Einwohnerschaft grassiert: Der traditionelle Landgasthof wird laut Aussage der Eigentümer weitergeführt.

Dreyer bedauerte den Umstand, dass es im Gemeindegebiet zu wenig freien Wohnraum gibt, der sich für die Unterbringung von Flüchtlingen eigne. „Manche leer stehenden Häuser sind inzwischen zu Ruinen geworden, und sobald attraktive Häuser frei werden, kommen sofort Käufer von außerhalb“, sagte er. Seinen Appell richtete der Bürgermeister an jene Hauseigentümer, die noch eine Mietwohnung für die Zugewanderten aus Kriegsgebieten zur Verfügung stellen können.

Erfreulich ist die finanzielle Situation der größten Kommune in Kappeln-Land – im Haushalt mit „null Schulden“ und einem im kommenden Jahr vorausberechneten Überschuss von 24  500 Euro, der bei einem Volumen von 722  500 Euro im Ergebnisplan zu Buche steht. Die Hebesätze für die Realsteuern liegen bei 260, 260 und 310 Prozent. Allein aus der letztgenannten Gewerbesteuer fließen 35  000 Euro in die Gemeindekasse – und 30  000 Euro aus der Zweitwohnungssteuer. Im Haushaltsvorbericht ist vermerkt, dass Rabenkirchen-Faulück 40 Aktien der Netz AG ihr Eigen nennt und damit eine Kapitalgarantie von 165  000 Euro. Eine Erhöhung der Abwassergebühren wird nicht erforderlich.

Da die Kommunalgemeinde erwägt, ein modernes Feuerwehrhaus zu bauen und die Kirchengemeinde einen Neubau für ihre Aktivitäten benötigt, liegt es nahe, das Ganze in einem gemeinsamen Projekt zu bündeln. Das Ergebnis wäre also ein neues Dorfgemeinschaftshaus für Feuerwehr, kirchliches Gemeindeleben und eine Bleibe für örtliche Vereine. Eine Entscheidung in dieser Sache „ist noch zu früh“, wurde dazu angemerkt.

 

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