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Schlei-Bote

20. September 2017 | 20:20 Uhr

Arnis : Wind und Wetter nagen am Deich

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Wind und Wetter haben in den vergangenen Jahren für erhebliche Sandverluste am Schutzwall im Bereich des Arnisser Badestrandes verursacht. Baggerarbeiten sollen den Sandwall jetzt verstärken, aber in der Gemeinde gibt es Bedenken.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2014 | 14:15 Uhr

Der Deich- und Küstenschutz an der Schlei steht auch in Arnis auf der Agenda. Denn, wie Bürgermeister Bernd Kugler anlässlich der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung darlegte, Wind und Wetter haben in den vergangenen Jahren für erhebliche Sandverluste am Schutzwall im Bereich des Badestrandes verursacht.

Bei einer „Deichschau“, bei der auch ein Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde zugegen war, sei klar geworden, dass infolge der Erosion hier dringend Handlungsbedarf besteht. Da sich die Stadt finanziell keine stählerne Spundwand leisten kann, bietet sich als kostengünstige Lösung an, mit Baggerarbeiten den schmal gewordenen Sandwall zu verstärken. Dabei könnte durch einen Kniff die Anlage so gestaltet werden, dass die natürliche Strömung auf der Schlei an dieser Stelle „umgeleitet“ wird.

Doch Ralf Timm, stellvertretender Bürgermeister, meldete Bedenken an. Der Aushub von Sand in Ufernähe würde seiner Meinung nach zu einem Unterwasserloch führen, durch das sich die Strömungsverhältnisse in diesem Abschnitt nachteilig verändern könnten. „In den vergangenen 20 Jahren hat sich hier in Richtung Lindaunis eine Sandbank gebildet, die dem Strandbereich zusätzlichen Schutz bietet“, so Timm.

Baggern – ja oder nein? Nach längerer Beratung verständigten sich die Mandatsträger darauf, einen Experten um einen guten Ratschlag zu bitten. Die Kosten für ein Gutachten möchten sich die Arnisser ersparen.

Im weiteren Sitzungsverlauf beschloss die Vertretung, sich finanziell mit 279 Euro an der Entwicklung einer Glasfaserstrategie auf Kreisebene zu beteiligen. Koordinator Wolfgang Held von der Wireg Flensburg-Schleswig unterstrich, es handele sich dabei lediglich um einen einmaligen Solidaritätsbeitrag für die Entwicklung eines Breitband-Managements. Dass Arnis derzeit über das Unternehmen Kabel Deutschland in Sachen Internet schnell und gut versorgt werde, betrachtet Held als eine Übergangslösung für die nächsten fünf, sechs Jahre. Dass der Amtsausschuss Kappeln-Land in einer früheren Sitzung eine Kostenbeteiligung abgelehnt hatte, ohne vorher Rücksprache mit den vier amtsangehörigen Kommunen zu halten, empfanden einige Stadtvertreter als Ungereimtheit.

Um das wilde Parken von Autofahrern im westlichen Teil des Strandwegs zu unterbinden, soll jetzt ein verschließbarer Schlagbaum installiert werden. Nur die Anlieger erhalten Schlüssel.

Als „erfreulich“ bezeichnete Bürgermeister Kugler die Verleihung eines vom TÜV ausgestellten positiven Fährzeugnis, das aus technischer Sicht die freie Fahrt für die Schleifähre bis 2018 bedeutet. Zuvor hatte die Stadt noch einige kleinere Mängel an Bord beseitigen lassen.

Zur Verschönerung des Eingangsbereichs von Arnis ist mit Pflasterarbeiten auf dem Gehweg an der Westseite der Fahrbahn begonnen worden. Am Parkplatz „Alter Sägeplatz“ musste eine kranke Kastanie gefällt werden. Einen im wahrsten Wortsinn „kopflosen Anblick“ bieten seit Mitte März die 160 Linden in der Langen Straße und der Schulstraße. Nach den Worten des Bürgermeisters ist dieses Kappen der Baumkronen alle sieben Jahre erforderlich. Diese Maßnahme diene sowohl der Gesundheit der Linden als auch den Hausbewohnern, die aus dem Obergeschoss wieder eine bessere Sicht nach draußen haben. Kugler: „Die Bäume bekommen in diesem Jahr neue Triebe und werden im nächsten Jahr wieder prächtig aussehen.“

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