zur Navigation springen

Integration : Willkommens-Treff für Migranten

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Im Bürgerhaus gaben Vereine und soziale Einrichtungen den Neuankömmlingen im Amt Süderbrarup Tipps und Informationen für den Alltag.

Um Migranten die Eingewöhnung zu erleichtern, hatte das Amt Süderbrarup diese zu einem Willkommens-Café in das Bürgerhaus eingeladen. Ebenfalls eingeladen war auch die sich ständig vergrößernde Gruppe der Paten und Vertreter der Organisationen, die den Neuankömmlingen erste Hilfestellung geben. Amtsvorsteher Thomas Detlefsen ließ seinen Blick durch den Saal schweifen und sagte dann: „Die Vielfalt der Kulturen ist offensichtlich.“ Das biete auch viele Chancen. Man sei zusammengekommen, um diese Chancen zu nutzen, so der Amtsvorsteher. Da die Deutschkenntnisse der etwa 50 Migranten teilweise noch rudimentär sind, übersetzten Amed Doski und seine Frau Shilan die Ansprachen in Arabisch, Persisch, Kurdisch und Russisch.

Annedore Rönnau, Leiterin des Familienzentrums, dankte insbesondere den inzwischen 17 Paten, die Migranten in den ersten Tagen und Wochen nach der Ankunft im Amt Süderbrarup begleiten. „Sie machen mit ihnen Behördengänge sowie Arztbesuche und lesen Briefe“, erläutert sie deren Aufgabengebiet. Insbesondere dankte sie den Vertretern der Arbeiterwohlfahrt, die alle Neuankömmlinge am ersten Tag zum Sozialzentrum nach Kappeln begleiten. „Ziel aller dieser Bemühungen ist es, dass sich alle Migranten willkommen fühlen und wir uns Kontakt zu ihnen wünschen“, fuhr sie fort. Sie wies auf die von „Spendenstark“ finanzierten kostenlosen Sprachkurse hin und ermunterte die Migranten dazu, sich bei Fragen zu Kindern und Jugendlichen direkt an das Familienzentrum zu wenden.

Sozialausschuss-Vorsitzender Volker Boldt lud zu einer Kochwerkstatt ein. „Wir sind gespannt auf Gerichte aus Ihrer alten Heimat und zeigen Ihnen gerne Rezepte aus ihrer neuen Heimat“, wandte er sich direkt an die Migranten und lud sie für Dienstag, 25. November, in der Zeit von 16.30 bis 19 Uhr in die Lehrküche der Gemeinschaftsschule ein.

Neben den schon erwähnten Organisationen dankte der Amtsvorsteher auch dem DRK, der Tafel, der Kirchengemeinde und dem Sportverein für ihre Unterstützung.

Peter Hein Delfs vom TSV Süderbrarup beklagte die Schwerfälligkeit des Deutschen Sportbundes, der zwar zulasse, dass die Neuankömmlinge am Training teilnehmen. Sie dürften aber nicht in einer Mannschaft mitspielen. Er forderte die Politik auf, hier entsprechend Druck auszuüben.

Nachdem das Eis gebrochen war, nahmen die Teilnehmer des Willkommens-Cafés untereinander Kontakt zueinander auf und stellten Fragen. Sprachkurse für Migranten finden in Süderbrarup statt: montags und donnerstags von 14 bis 15.30 Uhr im Familienzentrum mit Lehrerin Anna Kerberg, mittwochs von 14 bis 15.30 Uhr in der Gemeinschaftsschule mit Nina Thoben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen