Maasholm : Wiederholungssieger beim Kuttertrekken

„De Monarchen ut Angeln“ legten sich mächtig ins Zeug und gewannen zum fünften Mal das Kuttertrekken.
„De Monarchen ut Angeln“ legten sich mächtig ins Zeug und gewannen zum fünften Mal das Kuttertrekken.

„De Monarchen ut Angeln“ siegten erneut bei der Traditionsveranstaltung der Maasholmer Hafentage.

shz.de von
09. Juli 2018, 07:00 Uhr

„Jungs, das war stark“, lobte bei der Siegerehrung stellvertretend für das Organisationsteam Paul Schlier „De Monarchen ut Angeln“. Beim Kuttertrekken, Höhepunkt der 14. Maasholmer Hafentage, ließen sie zum fünften Mal die Konkurrenz hinter sich und waren erneut strahlender Sieger. Die Monarchen gelten als „schlitzohrig“ und „nicht ohne“. Sie sind keineswegs königlichen Blutes, sondern waren, so die Historie, bis in die 50er-Jahre in Angeln aus dem Osten kommende Tagelöhner.

Die heutigen „Monarchen ut Angeln“ sind gestandene Mannsbilder, diesmal gehlrten Niels Jürgensen aus Esgrusschauby, die Brüder Max und Niklas Jürgensen aus Niesgrau, Jules Johannsen aus Niesgrau, Patrick Petersen aus Steinbergkirche sowie Philipp Lorenzen aus Süderbrarup dazu. Mit einer Zeit von vier Minuten und 16 Sekunden waren sie zwar sechs Sekunden langsamer als vor einem Jahr. Doch das war dem Westwind, der mit einer Stärke von fünf bis sechs den teilnehmenden Sechser-Mannschaften alles an Kraft und Kondition abverlangte, geschuldet. Schließlich galt es, mit Muskelkraft den Fischkutter „Godenwind II“ – immerhin 42 Tonnen Leergewicht und 17 Meter lang – von der Hafeneinfahrt mittels eines Tampens von der Hafeneinfahrt an die Pier zu ziehen.

Den zweiten Platz belegten wie schon im Vorjahr die Maasholmer Jungfischer, diesmal in einer Zeit von 4:26,2 Minuten. Für eine Überraschung sorgten die Drittplatzierten, „De ole Hesse“ aus dem Frankfurter Raum, verstärkt durch einen „Trekker“ aus Südtirol und einen Einheimischen, den Schlier als den „Löwen aus Langstedt“ bezeichnete. Die Teilnahme haben „De ole Hesse“ dem Umstand zu verdanken, dass es an ihrem Schiff, mit dem sie auf der Ostsee unterwegs waren, einen Maschinenschaden gab. Der Seenotrettungskreuzer „Nis Randers“ schleppte den Havaristen in den Maasholmer Hafen. Dort entdeckten die Hessen und der Südtiroler ein Plakat mit dem Hinweis auf das „Kuttertrekken“. „Da machen wir mit“, so der schnell gefasste Entschluss. Mit Erfolg: Ihre Zeit von 4:34 Minuten konnte sich sehen lassen.

Die Stimmung war bestens, der Hafen voller Menschen. Aktiv beim Kuttertrekken dabei waren außerdem das „Kommissariat“ aus Hollingstedt, die „Foftheiner“ aus Kappeln, die „Feuerfresser“ aus Süderbrarup, die Dachdeckerei Fritz, die Junge-Leute-Gilde aus Maasholm, die „Deichkicker“, bei denen Geltings neuer Bürgermeister Boris Kratz mitmischte, sowie die Feuerwehren Kronsgaard und Hasselberg.

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