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Drachenfest in Waabs : Wenn Teddys am Himmel Haie jagen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Bären, Frösche, Teufelchen: Das Waabser Drachenfest sorgte für viele Attraktionen am Himmel.

Alles war angerichtet am Sonnabendnachmittag auf der Drachenwiese neben dem Campingplatz Heide in Kleinwaabs: Ein fast blauer Himmel, gespickt mit Sonnenstrahlen – nur der Wind hielt sich zurück. Trotzdem stiegen große Teddybären, Frösche, Haie, Teufelchen und Tintenfische in den Schwansener Himmel auf. Ob Einheimische oder Urlauber – die zahlreichen Zuschauer bestaunten die großen Himmelsattraktionen, die beim Drachenfest in die Lüfte gingen.

Bernd Telkamp, Cheforganisator der Veranstaltung, freute sich über den regen Zuspruch: „Wir haben zahlreiche Gäste hier, die mit ihren Kindern Drachen steigen lassen. Zudem sind über 30 Großdrachenflieger aus ganz Deutschland hier.“ Einer davon ist Johann Scheffler aus Gronau in Nordrhein-Westfalen. Den 46-Jährigen hat das Drachen-Fieber schon früh als Kind gepackt. „Mein Vater hat es mir gezeigt“, sagte Scheffler. „Dann haben wir Kinder aus Zeitungspapier, Kartoffelkleber und Stöcken aus dem Wald unsere ersten eigenen Drachen gebaut und steigen lassen.“ Das Drachensteigen hat den Familienvater seitdem nicht mehr losgelassen. So reist er alleine oder zusammen mit seinen Freunden, dem „Einleinerteam Gronau“, in ganz Deutschland zu den Drachenevents. „Ostern geht die Saison für uns los. Der letzte Höhepunkt ist Ende Oktober das Drachenfest auf Fehmarn. Dann geht es wieder an die Nähmaschine“, erzählte Scheffler lächelnd. Im Winter werden die neuen Drachen hergestellt. „Wir sind die Männer an der Nähmaschine“, meinte der Gronauer. Ob 13-Meter-Fisch oder Riesen-Tintenfisch – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. „Wir bauen alle unsere Drachen selbst. Ich sehe während der Drachenfeste im Jahr verschiedene Motive, die ich dann im Winter umsetze.“ Dann wartet viel Arbeit auf den Drachensteiger. „Manchmal sind es etwa 200 Stunden Arbeit, es können aber bis zu 500 Stunden werden. Das kommt immer auf das Motiv an“, sagte Scheffler. Dann bereitete er seinen Riesenfisch für den „Flug“ vor. An der Leine hingen schon ein Stern und zwei Haie. „Heute ist hier wenig Wind. Da muss man Geduld haben für die richtige Böe, die den Drachen nach oben steigen lässt“, sagte der Gronauer. Die Geduld hat sich am Ende gelohnt: Der Fisch schwebte an der Leine über der Drachenwiese. Auf dem Gesicht Scheffler lag ein Lächeln: „Das Spiel mit der Natur ist das Faszinierende für mich als Drachensteiger. Und wenn man dem Publikum seine Drachen am Himmel präsentieren kann.“


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erstellt am 13.Okt.2014 | 12:30 Uhr

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