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Erkennbarer Aufschwung : Weniger Arbeitslose in Kappeln

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Seit mehr als einem Jahr gehen die Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vorjahresmonat in Kappeln zurück.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2014 | 11:00 Uhr

Nun macht sich auch auf dem Arbeitsmarkt in Kappeln der Frühling bemerkbar. Dies belegen die jüngst vorgelegten Aprilzahlen der Agentur für Arbeit Flensburg. Zeigte sich die Kappelner Region – im Gegensatz zu den anderen Filialen des nördlichsten Agenturbezirks – zuletzt gegenüber positiven Beschäftigungeffekten geradezu immun, so ist jetzt auch hier ein Aufschwung spürbar.

Gegenüber dem März waren im Kappelner Umland 109 Personen weniger arbeitslos gemeldet, das entspricht 7,7 Prozent. Und im Vergleich zum Vorjahresmonat ging hier die Zahl der Arbeitslosen sogar erstmals seit Februar 2013 zurück und zwar um 3,9 Prozent. Derzeit sind in der Kappelner Region 1308 Personen arbeitslos gemeldet. Der Rückgang bezieht sich vor allem auf den Bereich des Sozialgesetzbuches (SGB) III, in dem vor allem diejenigen Personen erfasst werden, die erst vor Kurzem ihre Arbeit verloren haben. Hier sind allein gegenüber dem März 87 Personen weniger arbeitslos gemeldet. Bei den Altersgruppen sticht vor allem der Rückgang bei den arbeitslosen Unter-25-Jährigen um 11 Prozent hervor.

Allerdings hinkt die Region der allgemeinen Entwicklung im Agenturbezirk nach wie vor hinterher. So sank die Arbeitslosenquote der Kappelner Geschäftsstelle binnen eines Monats von 9,8 auf 9,1 Prozent, doch weist die Region nach wie vor die mit Abstand höchste Quote auf. Im Agenturdurchschnitt beträgt sie gerademal 7,6 Prozent. Und der Rückgang fällt sowohl gegenüber dem Vormonat wie gegenüber dem Vorjahr moderater aus. So ist im Agenturbezirk, der die Kreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland sowie die kreisfreie Stadt Flensburg umfasst, die Zahl der Arbeitslosen binnen eines Monats um 7,5 Prozent zurückgegangen. Und im Vergleich zum Vorjahr betrug hier der Rückgang 5,3 Prozent.

Laut der Leiterin der Agentur für Arbeit Flensburg, Heike Döpke, profitieren von der Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt auch Hilfskräfte. „Sowohl in der saisonabhängigen Tourismusbranche als auch auf dem witterungsabhängigen Bau werden traditionell viele Hilfskräfte beschäftigt“, sagte sie. Im Agenturbezirk Flensburg seien 15 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten Helfer. Eine gute Hilfskraft könne eine gute Wahl sein, wenn sich eine Facharbeiterposition im Unternehmen nicht besetzen lasse. „Wir beraten gerne zu Möglichkeiten der Einarbeitung oder Qualifizierung“, so Döpke.

Dem Arbeitgeberservice waren im April 2382 freie sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, drei weniger als im März, 162 mehr als vor einem Jahr. Im Kappelner Umland waren im April 70 sozialversicherungspflichtige Stellen zu vergeben, acht weniger als im März, zehn mehr als vor einem Jahr. Besonders nachgefragt ist Personal im Gastgewerbe und in der Pflege. Zuwächse gab es auch in den Bauberufen.

Dass Kappeln derzeit eine gute Entwicklung durchläuft, zeigt ein Vergleich mit der ebenfalls von Tourismus und Bauwirtschaft lebenden Westerländer Geschäftsstelle. Dort ging die Zahl der Arbeitslosen von März auf April zwar um mehr als 38 Prozent zurück, doch gegenüber dem Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit bei der Sylter Agenturfiliale um 23,4 Prozent höher.

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