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Schlei-Bote

17. Oktober 2017 | 17:41 Uhr

Weniger Arbeitslose im Mai

vom

Rückgang vor allem saisonbedingt / Kappeln weist schlechteste Quote auf / Personal auf dem Bau, im Tourismus und im Gesundheitsbereich gefragt

shz.de von
erstellt am 30.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kappeln | Die Agentur für Arbeit in Flensburg vermeldet für den Monat Mai weniger Arbeitslose. "Die Arbeitslosigkeit geht im Norden Schleswig-Holsteins weiter zurück", heißt es in der Pressemitteilung. Doch ein Blick auf die Vorjahreswerte und die Entwicklung der offenen Stellen zeigt, dass der Konjunkturmotor erste Störungen aufweist.

18 392 Personen waren im Agenturbezirk Flensburg, zu dem die kreisfreie Stadt Flensburg sowie die Kreise Schleswig-Flensburg und Nordfriesland gehören, gemeldet, 916

(- 4,7 Prozent) weniger als im Vormonat, doch 336 (+1,9 Prozent) mehr als im vergangenen Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,7 Prozent nach 8,2 Prozent im April.

"Mittlerweile brummt das Geschäft wieder im Hoch-, Tief- und Gartenbau. In den letzten Wochen haben viele Fachkräfte aus den Außenberufen Arbeit aufgenommen", erklärt Markus Biercher, Leiter der Agentur für Arbeit Flensburg. Zu weiteren Einstellungen kam es auch in der Tourismusbranche: Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel und Gebäudereinigung. Für ein zuversichtliches Wirtschaftsklima sprechen laut Biercher vermehrte Einstellungen im Metall- und Maschinenbau, im Bereich Lager/Logistik sowie im Bürobereich.

"Besonders freut mich der starke Rückgang der Arbeitslosigkeit bei den Unter-25-Jährigen um 7,5 Prozent", unterstreicht Biercher. Doch bezieht sich dieser Rückgang allein auf den Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr ist auch in dieser Altersgruppe die Zahl der Arbeitslosen gestiegen und zwar um fast vier Prozent. Wie überhaupt ein Blick in die Vorjahresstatistik zeigt, dass jede Altersgruppe derzeit mehr Arbeitslose aufweist als vor einem Jahr. Das gilt auch für die Aufteilung nach Deutschen und Ausländern. Allein bei den Frauen sind die Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vorjahr mit - 0,4 Prozent leicht rückläufig.

In der Region Kappeln fallen die Zahlen schlechter als im Agenturdurchschnitt aus. Mit 9,2 Prozent weist die hiesige Geschäftsstelle die schlechteste Arbeitslosenquote auf. Zwar hat sich die Arbeitslosigkeit von April auf Mai um 40

(- 2,9 Prozent) auf 1321 Personen verringert, doch waren das auch 64 (-5,1 Prozent) Arbeitslose mehr gegenüber dem Vorjahr. Nur die Geschäftsstelle in Westerland hat gegenüber dem Vorjahr eine schlechtere Entwicklung aufzuweisen.

Und auch die Werte für die Gruppe der 15- bis Unter-

25-Jährigen fällt hier bei Weitem nicht so positiv aus. Gegenüber dem April verringerte sich zwar die Zahl der Arbeitslosen in dieser Gruppe um

6,7 Prozent, doch liegen die Zahlen mit einem Minus von fast 30 Prozent deutlich gegenüber dem Vorjahr zurück. Bei der Fluktuation zeigt sich, dass sich in diesem Jahr bislang zwar weniger Personen arbeitslos gemeldet haben als zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr, doch noch weniger Personen gelang es, aus der Arbeitslosigkeit wieder in Arbeit zu kommen. Dies deutet zwar auf eine stabile Auftragslage in den Betrieben hin, doch ist man offenbar skeptischer bei den Aussichten geworden und hält sich mit Einstellungen stärker zurück.

Der Bestand der Arbeitsstellen ist im Mai leicht gesunken. Seit Januar gingen bei der Kappelner Geschäftsstelle 190 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies eine Abnahme von 46.

62 sozialversicherungspflichtige Stellen waren im Mai zu vergeben, zwei weniger als im April, zwölf weniger als vor einem Jahr. Besonders gefragt ist Personal in der Zeitarbeit, in den Bauberufen, der Gesundheits- und Pflegebranche sowie im Gastgewerbe. Zudem werden zurzeit mehrere Bürofachkräfte mit Buchhaltungskenntnissen gesucht, teilt Kai-Ingwer Bendixen, Leiter der Geschäftsstelle Kappeln, mit.

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