Weltbester Kurzhaar-Rüde kommt aus Gelting

Steht fortan im Mittelpunkt Prüfungsgewinner 'Lasse  ' zwischen   Claus-Peter Andresen (links)   und  Jan  Thiesen.   Außerdem zu sehen die Prüfungsteilnehmer 'Olex' (links)  und  'Odin'. Foto: Bilet
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Steht fortan im Mittelpunkt Prüfungsgewinner "Lasse " zwischen Claus-Peter Andresen (links) und Jan Thiesen. Außerdem zu sehen die Prüfungsteilnehmer "Olex" (links) und "Odin". Foto: Bilet

Ein Hund aus Gelting gewann eine internationale Zuchtausleseprüfung und gilt nun als "weltbester Kurzhaar-Rüde". Für den Jübeker Züchter, Trainer und Führer von "Lasse von der Jydebek", Klaus-Peter Andresen, ist dies der mit Abstand größte Erfolg seiner langen Karriere.

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03. Januar 2009, 03:59 Uhr

Jübek/Gelting | Züchter, Trainer und Führer Klaus-Peter Andresen aus Jübek stellte bei der dreitägigen 38. internationalen Dr. Kleemann-Zuchtausleseprüfung in Bad Nenndorf mit "Lasse von der Jydebek" den weltbesten Kurzhaar-Rüden. Für Andresen war dieser Erfolg bei der alle zwei Jahre stattfindenden Prüfung die Krönung für seine erfolgreiche züchterische Arbeit. Dabei profitierte er von seiner langjährigen Erfahrung und seinem Einsatz bei der Ausbildung.

"Das war ein großer Erfolg für den Zwinger von Jydebek", zieht Klaus-Peter Andresen erfreut Bilanz für das Jahr 2008. Bereits seit 1991 züchtet er Deutsch-Kurzhaar-Jagdhunde und erzielte in der Vergangenheit schon sehr häufig herausragende Ergebnisse bei Prüfungen. Das wurde auch in Bad Nenndorf deutlich, wo nur erstklassige Züchter aufeinander trafen.

"Lasse" stammt aus dem Jübeker Zwinger, doch sein Besitzer Hans-Martin Thomsen wohnt in Gelting. "Lasse" ist ein sehr schöner Hund mit Formwert "vorzüglich" auch von seiner Pigmentierung (Hellbraunschimmel) her, während das Aussehen der beiden anderen "Jübeker" ein Braun- beziehungsweise Dunkelbraun-Pigment bestimmen. Außer "Lasse" stellten sich nämlich auch "Odin" und "Olex von der Jydebek", die ebenfalls aus dem Zwinger Jydebek stammen und vom Züchter trainiert wurden, den Bedingungen der Zuchtausleseprüfung und schnitten dabei ebenfalls hervorragend als "KS-Kurzhaarsieger" ab. "Lasses" Besitzer Hans-Martin Thomsen setzt seinen "Weltklasse-Hund" als Jagdbegleiter ein.

"Odin von der Jydebek" ist im Besitz von Jan Thiesen aus Treia, der ihn als Erstlingsführer, unterstützt von dem erfahrenen Züchter, gleich so erfolgreich vorstellte. Klaus-Peter Andresen schickte als zweiten Hund "Olex" in die Prüfung, die große Anforderungen an alle Teilnehmer stellte. "Ein Fehler, und man ist raus. Absoluter Gehorsam ist Voraussetzung, um bestehen zu können", ist von Klaus-Peter Andresen zu erfahren.

Insgesamt 122 Gespanne aus 27 deutschen und ausländischen Klubs (auch von Übersee und aus Ostblockstaaten) stellten sich den harten Bedingungen, die aus Feldarbeit, Wasserarbeit, Bringen und Gehorsam bestehen und sich aus zehn Detailaufgaben zusammensetzten, die nach einem Vier-Punktesystem benotet wurden. Um überhaupt zugelassen zu werden, müssen verschiedene Prüfungen bestanden und Nachweise erbracht werden. Bei einer Durchfallquote von 45,9 Prozent errangen 66 der angetretenen Hunde den begehrten Titel "KS-Kurzhaarsieger", auch "Odin" und "Olex".

An der Spitze aber stand "Lasse von der Jydebek" bei den Rüden. Er hatte bestätigt, dass er höchsten Anforderungen gerecht werden kann und erhielt von den Preisrichtern zwei Mal die Note "hervorragend". Diese Benotung wurde nur 31 Mal im Feld oder am Wasser vergeben. In seiner Beurteilung heißt es unter anderem, dass der erfahrene Braunschimmelrüde in allen Durchgängen eine flotte, planmäßige Suche mit richtigen Wendungen in den Wind zeigte und durch die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Führer und den Willen, gemeinsam Beute zu machen, beeindruckt habe. Seine hervorragende Nase lasse ihn recht schnell Wild finden mit absolutem Gehorsam am Hasen, Fasanen, Hühnern und mehreren Rehen. Da zeigte sich, warum Thomsen seinen Hund so gerne zur Jagdbegleitung einsetzt. Gehorsam und Schussruhe war in allen Fällen in Ordnung. Auch das Verhalten am Wasser wurde von den Richtern mit "hervorragend" bewertet und das Bringen mit "sehr gut".

Bei der Siegerehrung bekam Klaus-Peter Andresen als Lohn für seine erfolgreiche Arbeit einen riesigen Pokal und außerdem noch einen Wanderpokal überreicht, den er in zwei Jahren in Österreich verteidigen kann. Bis dahin wird er in der riesigen Pokalsammlung, die kaum noch zu zählen ist, einen würdigen Platz erhalten.

"Lasse" hat inzwischen zwei Hündinnen belegt, so dass seine hervorragenden Anlagen weitergegeben werden. Weitere Anmeldungen liegen vor, so unter anderem aus Spanien und sogar aus Kalifornien. "Lasses" neuer Erfolg dürfte weitere Zuchtwünsche wecken.

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