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Waldorfkindergarten Kappeln : Welle der Hilfsbereitschaft für Waldwichtel

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Nach der mutwilligen Zerstörung ihres Wohnwagens erhielt der Waldorfkindergarten vom Bauhof ein gebrauchtes Exemplar.

shz.de von
erstellt am 12.Nov.2015 | 07:30 Uhr

Ein umgestalteter Bauwagen ist traditionell der Treffpunkt der älteren Waldorfkinder. Als im Sommer Jugendliche den Wagen in Brand gesteckt hatten, gab es viele enttäuschte Gesichter bei Groß und Klein (wir berichteten). Es folgte eine Welle der Hilfsbereitschaft, und am Ende stand ein neuer Wohnwagen für die Waldwichtel-Gruppe.

„Insgesamt sechs Bauwagen haben uns Kappelner Unternehmen, ein Süderbraruper Kindergarten bis zur Bogenschützen-Sparte des Sportschützenvereins aus Jerrishoe angeboten“, sagt Kollegiumsmitglied Rüdiger Lange, und ihn erstaunt das so sehr, dass er es auch jetzt noch gar nicht richtig glauben mag. Dazu gab es einen vierstelligen Betrag der Firma Mau und Mittelmann zur Ausgestaltung des Wagens. „Wir möchten uns bei allen, die uns unterstützen wollten, bedanken“, sagt Lange. Als erster hatte sich der Kappelner Bauhof gemeldet und somit den Zuschlag erhalten. „Bei den Mitarbeitern haben wir uns mit einem Frühstück, bestehend aus Getränken und selbst gebackenem Brot, bedankt. Ich glaube, das kam beim Bauhof ganz gut an“, meint der Pädagoge.

Nun sind er und die Kinder auf dem Weg zum neuen Domizil, das sie noch gemütlich einrichten wollen. Auf einer Schubkarre transportiert Lange einen Tisch, damit die Kinder im Bauwagen künftig auch wieder essen und malen können. Auf Farbe verzichtet er heute. „Dazu ist es zu feucht“, so Lange. Also steht heute zunächst mal Schmirgeln auf dem Programm. Am Bauwagen angekommen öffnen Lange und die Kinderschar die Tür und sehen: einen großen roten Tisch und blau-gelb bemalte Bänke. Auch bei der Gestaltung des Bauwagens scheint die Hilfsbereitschaft nicht zu enden. „Entweder waren das die Heinzelmännchen oder einige Eltern, die uns überraschen wollten“, entfährt es dem 57-Jährigen. Wie sich später herausstellt, war hier Andreas Messer am Werk, der Vater eines Kindes aus der vorherigen „Waldwichtel“-Gruppe. Die fünf- bis sechsjährigen Kinder sind über das neue Mobiliar glücklich. „Das gefällt mir. Der Tisch und die Bänke sind so schön bunt“, meint Thea Prohn. Währenddessen hängt Rüdiger Lange nun ein Plakat über Kräuter und Gräser an der Innenwand auf. Nur den mitgebrachten Tisch kann der Pädagoge wieder auf der Schubkarre abtransportieren. Und das Schmirgeln und Bemalen fällt bis auf Weiteres aus. Allein die Außenwand ihres neuen Wagens wollen die „Waldwichtel“ noch mit Blättern bemalen. Doch das hat Zeit. Erstmal sind alle froh, dass sie wieder ein neuen schönen Treffpunkt für ihre Waldspaziergänge haben.  

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