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Schlei-Bote

11. Dezember 2017 | 13:07 Uhr

Karby : Weiter warten auf den Zebrastreifen

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Seit eineinhalb Jahren plant Karby einen Zebrastreifen. Die schriftliche Genehmigung dafür soll bald vorliegen.

von
erstellt am 17.Sep.2014 | 07:30 Uhr

„Ich werde ständig danach gefragt. Die Leute denken schon, wir verarschen die.“ Zur Diskussion um den geplanten und bereits mündlich bewilligten Zebrastreifen in der Eckernförder Straße fand Karlheinz Hauser (Kommunale Wählergemeinschaft Karby, KWK) in der Sitzung des Bauausschusses am Montagabend klare Worte. „Seit eineinhalb Jahren sind wir da schon zugange“, beschwerte er sich und forderte, dass eine schriftliche Anfrage an den Kreis Rendsburg-Eckernförde gestellt werde, um zu erfahren, wann der Zebrastreifen entstehen soll. Karbys Bürgermeister Klaus-Dieter Möse (SPD) erklärte, dass der mündlichen Genehmigung vom Kreis noch eine schriftliche folgen müsse. Darin enthalten sei dann eine Zeichnung, die den genauen Standort festlege. Das Schreiben erwartet Möse innerhalb der nächsten Tage und rechnet damit, dass der Zebrastreifen in diesem Jahr kommen wird: „Auf jeden Fall, das kriegen wir hin.“

Ein weiteres Thema in der Sitzung war der Bedarfsplan der Freiwilligen Feuerwehr Karby-Dörphof. Dieser ist Bedingung für die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges und wurde vom Ausschussvorsitzenden Frank Hertwig (KWK) vorgestellt. Hertwig ging unter anderem auf die Personalsituation der Wehr ein. Er berichtete, dass unter den Einsatzkräften viele Berufspendler seien, die tagsüber nicht in der Gemeinde seien, sodass es zu Engpässen kommen könnte. Lobend erwähnte er jedoch den Bildungsstand der Feuerwehrleute, sie seien gut ausgebildet, und auch „mit dem Gerätehaus sind wir gut davor“. Als kritisch beurteilte er jedoch die Altersstruktur der Feuerwehrleute. Während fast 47 Prozent der Freiwilligen zwischen 50 und 67 Jahren alt sind, sind lediglich neun Prozent zwischen 30 und 39 Jahre alt. „Das sind die Führungskräfte von morgen“, beschrieb Hertwig diese Altersgruppe. Seine Hoffnung ist, dass durch das Neubaugebiet „Am Hain“ junge Familien nach Karby kommen, die dann den Altersdurchschnitt in der Feuerwehr senken können. Die Ausschussmitglieder lobten den Feuerwehrbedarfsplan und empfahlen der Gemeindevertretung einstimmig, ihn anzuerkennen, sodass das mittlere Löschfahrzeug angeschafft werden kann.

Einstimmig sprachen sie sich auch für die Unterzeichnung der Resolution der Bürgerinitiative gegen Fracking in Schleswig-Holstein aus. Die KWK positionierte sich auch in einer Pressemitteilung klar gegen Gas- und Erdölbohrungen: „Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass Probebohrungen und Förderungen stattfinden, befürchten wir schwere Beeinträchtigungen für die Bewohner und Feriengäste der einzelnen Gemeinden. Nicht auszudenken ist es, wenn es zu einer Verunreinigung des Grund- und Trinkwassers kommt.“ Auch Matthias Stelter (CDU) meldete sich zu Wort. Er empfahl, angesichts der unbekannten Langzeitauswirkungen, „besser gleich auf die Bremse zu treten“.

Außerdem war im Ausschuss die grundsätzlich geringe Rückmeldung aus der Bevölkerung Thema. Um mehr Resonanz und Denkanstöße von den Bürgern zu bekommen, wird ein Vorschlag von Hertwig in die Tat umgesetzt: Ein Kummerkasten soll am Feuerwehrgerätehaus angebracht werden.

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