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Kappeln : Weihnachtsleuchten endlich eingepackt

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Vierwöchiger Ausfall des Hubwagens und der Austausch der Straßenlaternen stellten die Stadtverwaltung vor Probleme.

Es sollen sogar schon Wetten abgeschlossen worden sein, ob die Weihnachtsbeleuchtung in Kappeln dieses Jahr bis Ostern hängen bleibt oder nicht. Inzwischen ist klar, auch in der Schleistadt ist die Nachweihnachtszeit endgültig vorbei. „Probleme mit dem Hubwagen waren letztlich der Grund für die Verzögerung“, erklärt Jörg Exner, Büroleitender Beamter der Stadt. Und zum Abnehmen der Beleuchtung sei der Hubwagen schließlich unersetzlich.

Zu der Verzögerung sei es gekommen, weil zunächst der Austausch von 660 Hochdruck-Quecksilber-Lampen (HQ-Lampen) vorgenommen werden musste. Dieser Austausch wurde mit Geldern der EU gefördert und musste deshalb bis Ende Januar abgeschlossen werden. Als der Hubsteiger kaputt ging, wurde eine Leihmaschine besorgt. Kosten: 150 Euro am Tag. Auch dieses Gerät gab nach kurzer Zeit seinen Geist auf. Bürgermeister Heiko Traulsen stand vor der Entscheidung, die Weihnachtsbeleuchtung beizeiten abnehmen zu lassen, und damit womöglich die Förderfrist für den LED-Austausch zu gefährden. Traulsen entschied, dass der LED-Austausch Vorrang hat. Die Weihnachtsbeleuchtung musste warten.

Letztlich schaffte es Stadt-Elektriker Andreas Isaack fristgerecht bis Ende Januar sämtliche HQ-Lampen gegen LED-Leuchten auszutauschen. Erst danach kam die Weihnachtsdekoration dran.

Mit dem Austausch der 660 alten HQ-Lampen kommt die Stadt einer demnächst inkrafttretenden EU-Verordnung zuvor, die die Verwendung von HQ-Lampen ab dem Jahr 2017 untersagt. Die anderen rund 840 Lampen im Kappelner Stadtgebiet müssten nicht ausgetauscht werden, da es sich bei ihnen um Leuchtstofflampen, Energiesparlampen und Halogenlampen handele, erläutert Exner. Eine Ausnahme bilden die Museumslampen, die noch erneuert werden sollen, Zuschüsse dafür gibt es keine.

Die übrigen Lampen in der Stadt würden nur bei Bedarf ersetzt, wenn eine der Leuchten ihren Geist aufgibt. Dann müsse im Einzelfall entschieden werden, welches Leuchtmittel eingesetzt wird, denn nicht in jedem Fall sei es sinnvoll die alte Lampe durch eine LED-Leuchte zu ersetzen. „Was die wenigsten wissen, auch LED-Lampen geben eine ganze Menge Wärme ab“, erklärt Exner. Deshalb eigneten sich die Leuchtmittel auch nicht für jedes Gehäuse. Dieses müsse vielmehr die Funktion eines Kühlkörpers übernehmen. Außerdem seien diese Lampen sehr empfindlich gegenüber Überspannungen, weshalb auch ein Überspannungsschutz eingebaut sein müsse. „Einfach LED gegen eine andere Lampe auszutauschen, ist nicht ohne Weiteres möglich“, so Exner. Doch Stadtelektriker Andreas Isaack wisse genau, was er zu tun habe. „Herr Isaack hat das gut im Griff.“

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erstellt am 25.Feb.2015 | 10:45 Uhr

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