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Wehren auf der Suche nach Belgrad – und zwar mitten in Angeln

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

„Ich war an Stellen, da war ich mein’ Lebtag noch nicht“, fasste Stanghecks Wehrführer Frank Braatz zusammen – und freute sich mit seinen beiden Funkern Eckhard Sperling und Marcus With über den Sieg. Dieses Dreier-Team war es, das bei der sechsten Funkorientierungsfahrt für die Wehren im Amt Geltinger Bucht die Konkurrenz auf die nachfolgenden Plätze verwies. Nachdem es im vergangenen Jahr noch die Wehr Steinbergkirche war, die den Wanderpokal mitnehmen konnte, waren es nun die Stanghecker – und zwar mit 224 von 245 möglichen Punkten. Platz zwei teilen sich mit je 213 Punkten die Wehren Steinbergkirche 1, Ahneby und Sterup.

Den dritten Platz (209 Punkte) holte sich die Wehr Neukirchen-Habernis. Grund genug zur Freude beim stellvertretenden Wehrführer Michael Caton – ein gebürtiger Australier – und Ulrich Kilian. Nicht zuletzt deshalb, weil sie mit einem Feuerwehrauto des Baujahres 1970 und damit dem ältesten im Amt Geltinger Bucht an den Start gingen: Aber nicht das Alter des Wagens war entscheidend, sondern das, was das Duo leistete.

Wieder war es der Funkbeauftragte des Amtes, Ulrich Vogt aus Sterup, der die Strecke mit vier Abschnitten – zusammen gut 20 Kilometer – ausgetüftelt hatte. Zusammen mit seinem Sohn Kai wertete er die Fragebögen aus und wunderte sich über so manche Antwort. Womit die Mannschaften der 20 teilnehmenden Fahrzeuge Probleme hatten, war besonders die Frage, wie groß die Distanz zwischen Altona und Belgrad ist. Hamburg-Altona und Belgrad in Serbien, das konnte wohl kaum gemeint sein – denn das wären 1685 Kilometer gewesen und das hätte die Größe des Amtes eindeutig überschritten. Gemeint waren vielmehr die Ortschaften Altona und Belgrad in Wippendorf, die gerade mal 1100 Meter voneinander entfernt liegen. Es mussten zudem Hydranten gesucht und gefunden werden, und auch Koordinaten waren gefragt. Mühe hatten etliche Teams mit einer Geschicklichkeitsübung, dem Schlauch-Rollen. Gefragt wurde auch, wie hoch der Scheersberg (69,7 Meter) und der auf ihm stehende Bismarckturm (32,3 Meter) sind oder wer wann die Neukirchener Kirche gebaut hat. Die Antwort: Herzog Johann der Jüngere 1621.

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erstellt am 21.Okt.2013 | 00:33 Uhr

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