Schulungsbau der Feuerwehr : Wehr fiebert neuem Florianhaus entgegen

Seit 40 Jahren aktiver Feuerwehrmann: Bernd Reiner Bardosseck (li.) erhielt das Brandschutzehrenzeichen in Gold von Rainer Seehusen.
Seit 40 Jahren aktiver Feuerwehrmann: Bernd Reiner Bardosseck (li.) erhielt das Brandschutzehrenzeichen in Gold von Rainer Seehusen.

Mehlbyer absolvierten 2014 weniger, aber zeitintensivere Einsätze. Noch in diesem Jahr sollen moderne Schulungsräume fertig werden.

shz.de von
13. Januar 2015, 07:30 Uhr

Vermutlich zum letzten Mal eröffnete Wehrführer Dirk Schadewaldt eine Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Mehlby im maroden Florianhaus. Denn: Der Ersatzbau in Mehlbydiek geht voran. Schadewaldt: „Der zweite Teil der Sohle ist geschüttet. Wenn die Witterung es zulässt, wird mit dem Aufbau des Ständerwerkes bald begonnen.“ Mit dem Neubau stehen der Mehlbyer Wehr und der von ihr betreuten Jugendwehr künftig moderne Schulungs- und Werkräume zur Verfügung. Zusätzlich wird die Wehr noch in diesem Jahr ein neues Fahrzeug für die Einsatzführung erhalten.

Die Ortswehr Mehlby hat derzeit, das war dem Jahresbericht des Wehrführers zu entnehmen, 34 aktive und 117 fördernde Mitglieder sowie sieben Ehrenmitglieder und 34 in der Jugendabteilung. Und gerade die Aktiven waren im vergangenen Jahr stark gefordert. Sie haben nicht nur an 54 Tagen Dienst- und Übungsabende abgehalten und dabei insgesamt 1540 Stunden abgeleistet. Zusätzlich war die Wehr zu 36 Einsätzen ausgerückt, die insgesamt mit 52 Stunden zu Buche schlugen und zusammen 505 Personalstunden erforderten. Das waren zwar weniger Einsätze als im Vorjahr (52 Einsätze, 60 Stunden), aber jeder Einsatz dauerte länger. Bei den 36 Alarmierungen waren Türöffnungen, Verkehrsunfälle, Brände und gekenterte Segelboote die Hauptgründe. Hinzu kamen drei Fehlalarme. Für ihren Einsatz, der oft auch Leid und Elend mit sich brachte, dankte der Wehrführer seinen Aktiven.

Darüber hinaus unterstützte die Wehr den TSV Kappeln beim Stadtlauf, nahm am Wettkampf der Wehren teil, besuchte die Partnerwehr im italienischen Merate, pflegte die Hydranten und war auch im geselligen Bereich sehr aktiv. Erfreulich für die Wehr ist, dass mit Florian Föh und Jan Martensen zwei neue Anwärter aufgenommen wurden, die jetzt ihr Probejahr absolvieren werden. Dagegen hat Malte Lorenzen dieses Jahr bereits hinter sich. Er wurde einstimmig als vollwertiger Feuerwehrmann aufgenommen.

Eine auch in Feuerwehrkreisen seltene Ehrung wurde Bernd Reiner Bardosseck zuteil. Für seinen 40 Jahre währenden aktiven Dienst wurde er mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Ines Albert, Dominic Albert und Björn von Juterzenka sind jetzt Oberfeuerwehrfrau beziehungsweise -männer. Neuer Hauptfeuerwehrmann wurde Christopher Dank.

Den Dank der Stadtverwaltung und der Stadtvertretung für die Einsätze zum Wohle der Kappelner Bürger sprachen Bürgermeister Heiko Traulsen und der stellvertretende Bürgervorsteher Helmut Schulz den Mitgliedern der Wehr aus.

Die für Kappeln zuständige Feuerwehrsachbearbeiterin im Rathaus, Inken Nehmdal, nutzte die Versammlung, um sich von den Anwesenden in den Mutterschutzurlaub zu verabschieden. In drei Jahren wolle sie wieder dabei sein. Gleichzeitig stellte sich mit Jule Radix ihre Nachfolgerin vor. Sie bringt einschlägige Erfahrungen für diese Arbeit mit. Sie war sowohl bei der Jugendfeuerwehr des Kreises als auch in Kappeln als Jugendgruppen-Leiterin aktiv.

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