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Schlei-Bote

21. August 2017 | 21:58 Uhr

Weg von der Insel, rein ins Leben

vom

Petra Heide übernimmt Heimleitung in der Margarethen-Residenz / Ehrenamtliche Unterstützer sollen gestärkt werden

Kappeln | Es ist ein bekanntes Gesicht an neuer Position: Zum 1. August hat Petra Heide die Heimleitung in der Margarethen-Residenz übernommen. Zuvor war die Kappelnerin bereits eine feste Größe in der Einrichtung, jetzt steht sie an der Spitze. Und dass sie sich darüber freut, dass jede Menge Ideen in ihr schlummern, wie die Margarethen-Residenz noch ein Stück lebens- und liebenswerter werden könnte, ist ihr deutlich anzusehen.

Klaus Drückler, Geschäftsführer der Diako Soziale Einrichtungen GmbH (DSG), Trägerin der Margarethen-Residenz, erinnert zunächst an Vergangenes. Demnach hatte Martina Möller als diese im Februar 2012 die Heimleitung der Mühlenresidenz übernahm, gleichzeitig den Chefposten in der Margarethen-Residenz inne. Parallel dazu wuchs das Projekt Tagespflege in der Mühlenresidenz stetig an, so dass eine separate Leitung der Margarethen-Residenz dringend erforderlich schien. Was dann passierte, formuliert Drückler so: "Warum sollten wir in der Ferne nach jemandem suchen, wenn die geeignete Person doch schon hier war ?"

Tatsächlich ist Petra Heide schon seit Jahren eng mit der Margarethen-Residenz verknüpft. Dank einer Banklehre hat sie kaufmännisch geprägte Wurzeln, kennt sich aber auch in Marketing und Verwaltung aus. Ehrenamtlich war sie zudem für den Kinderschutzbund tätig. Erste Kontakte zur Margarethen-Residenz entstanden über den Hundebesuchsdienst und Heides damaligen Vierbeiner "Balduin" - "danach", sagt sie selber, "wuchs ich immer mehr hinein". Schnell hat Heide die Heimleitung im Büro unterstützt, bald folgte eine halbe Stelle in der Verwaltung. Klaus Drückler erinnert sich: "Sie hat sich richtig reingekniet." Die Übernahme der Heimleitung erscheint da fast als logische Folge, zumal Petra Heide den Bewohnern der Margarethen-Residenz mehr als vertraut ist. Drückler sagt dazu: "Die Bewohner sind alle in Jubel ausgebrochen, als wir ihnen die Entscheidung mitgeteilt haben." Ein besseres Signal ist wohl kaum denkbar.

Petra Heide freut sich sehr auf ihre Aufgabe, ihre 37 Mitarbeiter und vor allem auf ihre 60 Bewohner. Sie weiß, dass "die Margarethe" wirtschaftlich gut da stehen muss, in erster Linie aber eines sein will: "Wir möchten unseren Bewohnern ein wirkliches Zuhause sein", sagt die neue Heimleiterin. Kein Krankenhaus, keine sterile Einrichtung, vielmehr ein offenes Haus mit herzlicher Individualität. "Wir sind ein kirchliches Haus, die Nächstenliebe wird hier gelebt", sagt Petra Heide. Dafür steht auch das Fachpersonal, das immer intensiver geschult wird, um etwa der wachsenden Zahl Demenzkranker gerecht zu werden. Dafür stehen aber auch die Ehrenamtler, die Zeit mit den Bewohnern verbringen - ein Umstand, für den Heide dankbar ist und den sie gerne weiter stärken will. So könnte sie sich etwa vorstellen, dass Menschen zum Musizieren oder Singen in die Margarethen-Residenz kommen, zum Vorlesen oder zum Plattschnacken. Heide nennt das "Input von außen", der das Leben auf beiden Seiten bereichern kann. Denn: "Wir sind keine Insel, sondern Teil des Stadtlebens."

Trotz der gewachsenen Verantwortung steht für Petra Heide der direkte Draht zu ihren Bewohnern weiter an erster Stelle. Deshalb will sie unbedingt den Hundebesuchsdienst fortsetzen - inzwischen mit Labrador "Ben". Mit DSG-Geschäftsführer Klaus Drückler hat sie derweil schon erste Budgetbesprechungen hinter sich gebracht, weitere mögliche Chancen der Margarethen-Residenz abgeklopft. Drückler lächelt und ahnt: "Das wird richtig gut."

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erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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