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Nach Futterhaus-Brand : Wees: Brandruine weicht Neubau

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Bis zum Frühjahr soll das Futterhaus in Wees wieder aufgebaut werden. Weitere Tier-Dienstleister ziehen in das neue Gebäude ein.

Wees | Sechs Wochen liegt der Brand zurück: Am 16. Juli stand kurz nach Mitternacht „Das Futterhaus“ in Wees in Flammen und brannte vollständig nieder (wir berichteten). Mittlerweile haben die Polizei sowie die Gebäudeversicherung die Brandstelle freigegeben. Eine eindeutige Brandursache konnte nicht festgestellt werden. Die Abbruch- und Aufräumarbeiten an der Brandruine sollen nun beginnen. Da der damit einhergehende Schwerlastverkehr nicht durch das Dorf geführt werden kann, wurde erst die Fertigstellung der Sanierung der Kreisstraße 92 abgewartet.

Zwölf Jahre war das Gebäude alt und mit seinen 1200 Quadratmetern Nutzfläche langfristig an die Familie Ove verpachtet, die weitere Märkte für Tierbedarf in der Region betreibt. Eigentümer Stefan Bock beziffert die Höhe des Schadens einschließlich der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach auf 850 000 Euro. Hinzu kommt nach Aussage von Marktleiter Per Ove der Totalverlust an Inventar und Waren im Wert von etwa einer Viertelmillion Euro.

Die Planungen für den Wiederaufbau in der bisherigen Größe laufen bereits. Bei einem Ortstermin konkretisierte Bock seine Vorstellungen. „Es soll ein ‚Tierkompetenz-Zentrum‘ unter Einschluss des benachbarten Tierarztes entstehen.“ Dabei wird das Futterhaus seine Verkaufsfläche reduzieren. Zusätzlich zieht dann dort ein Hundefriseur ein. Die restliche freie Nutzfläche steht Interessenten mit in das Gesamtkonzept passenden gewerblichen Angeboten zur Verfügung.

Hinsichtlich des Zeitrahmens geht Bock davon aus, dass der Neubau bis zum Spätherbst wetterfest ist. Im Winter soll der Innenausbau erfolgen. Bock hofft auf eine Neueröffnung im Februar oder März 2015. Um in der Zwischenzeit weiterhin vor Ort präsent zu sein, kündigte Ove eine Übergangslösung an. „Wir ziehen solange in den ehemaligen Weeser Schleckermarkt.“ Dort werden dann auch wieder drei von den sechs im abgebrannten Gebäude beschäftigten Mitarbeitern eingesetzt, die zwischenzeitlich in anderen Filialen des Unternehmens untergekommen waren. Die übrigen drei wechselten von sich aus in andere Tätigkeiten.

Insgesamt blicken Bock und Ove nach dem durch den Brand verursachten harten Einschnitt optimistisch in die Zukunft. Im Rückblick sprechen beide den beteiligten Feuerwehren ihren Dank aus. „Die haben ein äußerst anspruchsvolles Schadensereignis hervorragend bewältigt.“

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