Kappeln : Was von Weihnachtsbäumen übrig bleibt

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Am Montag begann die Abfuhr der Weihnachtsbäume im Kappelner Stadtgebiet.

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11. Januar 2021, 16:01 Uhr

Kappeln | Es ist wieder soweit: Weihnachten ist vorbei, und die Tannenbäume müssen die warme Stube verlassen. Für die Abholung sorgten am Montag an gut zehn Stationen im Stadtgebiet fünf Mitarbeiter des Kappelner Bauhofes. Die Männer kümmerten sich dabei auch um die beiden großen Tannenbäume mitten in der Stadt und unten am Hafen. „Klar, es ist schade um den schönen Baum“, sagte Jan Johannsen (40) vom Bauhof, als die hohe Tanne in der Stadt zum zweiten Mal „gefällt“ wurde, „aber es nützt ja nix.“

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Damit der Baum geschreddert werden kann, musste er vorher zersägt und mit einem Seil heruntergezogen werden. Nach ungefähr 15 Minuten war alles vorbei und der Bauhofanhänger mit vielen kleinen Stammteilen und Ästen gefüllt. Es ist erstaunlich, wie wenig Platz so viele Tannen in geschredderter Form verbrauchen. Auf dem Lader blieb von dem einst großen Berg nur noch ein kleines Häufchen übrig.

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An jeder der Baum-Abholstationen lägen ungefähr 80 bis 100 Bäume, berichtet Jan Johannsen weiter, am zweiten Abfuhrtag, am morgigen Mittwoch seien es dann meist deutlich weniger. Pro Station werden nur zirka 15 Minuten gebraucht. „Das hauen wir zusammen schnell durch“, erzählte Johannsen.

Bis Ende Januar kommen noch Nachzügler

Ein großer Teil der rund 1000 Bäume wird geschreddert und in Kopperby gelagert, wo die Firma Brückner Verwertungs-GmbH sie zur Kompostierung abholt. Meist kommen noch ein paar späte Bäume hinterher und werden an ehemaligen Sammelstellen, auf Spiel- oder Parkplätzen gefunden. Bis Ende Januar haben die Bauhofmitarbeiter da mindestens ein Auge drauf.

In diesem Jahr wird alles geschreddert und kompostiert. Erwin Petersen, Leiter Bauhof Kappeln
 

Normalerweise kommt ein Schwung der ausgedienten Bäume als Sandfang und zur Befestigung der Dünengrasanlage an den Weidefelder Strand.Andere werden für Feuerveranstaltungen in Mehlby gesammelt. „Aber in diesem Jahr wird alles geschreddert und kompostiert“, erklärte Bauhofleiter Erwin Petersen, „denn die Feuertreffen mit Grillen und Schnack fallen ja alle erstmal aus. Und andere Verwendungsmöglichkeiten sind aktuell nicht notwendig.“

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