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Awo Süderbrarup : Wandern bei Wind und Wetter

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

400 Aktive folgten dem Aufruf der Arbeiterwohlfahrt Süderbrarup zum traditionellen Wandertag.

Recht zufrieden zeigte sich Süderbrarups Awo-Vorsitzender Hans-Heinrich Itzke von der Beteiligung am Wandertag der Süderbraruper Arbeiterwohlfahrt. „Angesichts des Wetters und im Vergleich zu ähnlichen Veranstaltungen geht es uns noch sehr gut“, meinte er. Rund 400 Wanderer waren am Wochenende auf die von Otto Matthiesen und Sönke Gramm ausgearbeiteten Strecken gegangen. Sechs, zehn und 20 Kilometer standen zur Auswahl. Diese verliefen durch Süderbrarup, berührten aber auch Dollrottfeld, Norderbrarup, Saustrup und Wagersrott.

Der Sonnabend gehörte den Überzeugten und Konsequenten. Nur 120 traten bei niedrigen Temperaturen den Weg durch Regen und Wind an. Zu ihnen gehörten Jens (77) und Wilma (75) Jensen aus Flensburg, die seit 1975 jedes Wochenende zu Fuß unterwegs sind. Insgesamt bereits 44.000 Kilometer ist das Ehepaar nördlich des Nord-Ostsee-Kanals gewandert. „Dieses Mal machen wir wegen des Regens nur die Fünf-Kilometer-Strecke“, sagt Wilma Jensen. Wandern – auch bei schlechtem Wetter – sei aber Pflicht.

Noch konsequenter sind Elke Schmidt (77) und Bernhard Petersen (76) von den Wanderfreunden Joldelund. „Wir wandern täglich – am Wochenende auf Veranstaltungen und in der Woche auf Dauerwanderstrecken“, verrät Schmidt. „So ein bisschen Regen stört uns nicht“, sagt Petersen. Das spare Feuchtigkeitscreme. Und bei gutem Wetter könne jeder wandern.

Nicht zur Gruppe der Dauerwanderer gehört Ilona Ivers (58) aus Süderbrarup. Sie nahm zum ersten Mal an so einer Veranstaltung teil. Normalerweise fährt sie Fahrrad oder geht ins Fitnessstudio. Warum sie bei diesem Sauwetter unterwegs ist? „Weil ich es mir vorgenommen habe“, ist ihre Antwort. Getroffen haben sich alle am Kontrollpunkt Gangerschild, wo sie von Werner Schmidt und Uwe Berntien gut versorgt wurden.

Und dann gab es unter den Teilnehmern noch einen Typ Kurzwanderer, der in keiner Liste auftauchen wird. Das waren diejenigen, die nach dem Weg vom Parkplatz bereits vom Wetter die Nase voll hatten. Sie blieben im Bürgerhaus sitzen und schauten im Warmen und Trockenen bei Kaffee und Kuchen dem Regen zu.

Doch zum Glück hatte der Wettergott gestern, am zweiten Tag der Wanderveranstaltung, ein Einsehen. Auch wenn es weiter kalt blieb, hörte der Wind auf und die Sonne schien ohne Unterbrechung den ganzen Tag lang. Das motivierte 280 weitere Menschen, die Wanderschuhe anzuziehen und ein paar Kilometer in der Natur zurückzulegen.

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