Waltag in Westerholz

„Das Geheimnis der Buckelwale“ – ein preisgekrönter Film aus dem Jahr 2008 – wird heute am Strand  gezeigt.
„Das Geheimnis der Buckelwale“ – ein preisgekrönter Film aus dem Jahr 2008 – wird heute am Strand gezeigt.

Erinnerung an den Finnwal von 1911 und aktuelle Informationen aus der Ostsee

shz.de von
08. August 2014, 14:22 Uhr

Am Strand von Westerholz findet heute in der Zeit von 11 bis 16 Uhr zum vierten Mal der „Waltag“ statt. Mit der Veranstaltung wird an die Strandung eines Finnwals im März 1911 erinnert. Mit Spielen, Informationen und Aktionen geht es allerdings nicht nur um den Finnwal, thematisiert werden die Lebenswelt der Förde in ihrer Gesamtheit und alle Walarten. Dabei finden die heimischen Schweinswale, die auch vor Westerholz beobachtet werden können, besondere Berücksichtigung.

Mit der Gemeinde Westerholz als Veranstalter informiert das Naturwissenschaftliche Museum Flensburg mit Dr. Werner Barkemeyer über die Geschichte des Walfangs in der Region. Das Ostseelabor der Universität Flensburg mit Dr. Dennis Barnekow sorgt für einen spielerischen Zugang zu diesem Themenkreis. Ganz aktuell wird es, wenn Walexperte Dr. Andreas Pfander aus Kappeln von den jüngsten Beobachtungen von Schweinswalen sowie von den Buckelwalen berichtet, die vor einem Monat in der Flensburger Förde zu sehen waren.

Aus Anlass des Auftauchens dieser zwei äußerst seltenen Besucher stellt das „Green-Screen-Festival“ aus Eckernförde den 2008 preisgekrönten Film „Das Geheimnis der Buckelwale“ zur Verfügung. In eindrucksvollen Bildern werden diese mächtigen Tiere in den Gewässern von Maui gezeigt, das zu dem mitten im Pazifik gelegenen Hawaii-Archipel gehört. In der dortigen warmen Umgebung bringen diese geheimnisvollen Wale ihren Nachwuchs zur Welt. Der Gesang der männlichen Tiere, deren Strophen von Jahr zu Jahr variieren, ist wahrscheinlich eine komplexe Form der Kommunikation. Die Bedeutung konnte allerdings bis heute – 50 Jahre nach ihrer Entdeckung – nicht enträtselt werden.

Dies ist nach Ansicht von Barnekow auch gar nicht von so großer Bedeutung. Wichtig hingegen sei es, dieser Tierart, die seit zehn Millionen Jahren in den Ozeanen lebt und bis heute trotz der Gefahren durch Klimaschwankungen, Seebeben, Walfang, Umweltbelastung der Meere und Kollisionen mit Schiffen überlebt hat, den ihr gebührenden Respekt zu erweisen.

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