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Lordi, Madsen, Doro und Torfrock : Wallsbüll-Open-Air eröffnet Festival-Sommer

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Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Mit dem Himmelfahrts-Open-Air beginnt die Konzert-Saison, die Bands wie die Grandprix-Gewinner Lordi aus dem Jahr 2006 in den Kreis lockt.

Wallsbüll | Es sind zwar nicht ganz so viele wie im vergangenen Jahr, doch die Festivals, die in den kommenden Wochen im Kreis Schleswig-Flensburg über die Bühne gehen, haben abermals hochkarätige Bands in ihrem Line-Up stehen, und werden wieder Tausende Musikhungrige anziehen.

Schon am Mittwoch eröffnete das „Wallsbüll Open Air“ die Saison: Um 16 Uhr begann das zweitägige Himmelfahrtsfestival, das erst im vergangenen Jahr nach zwölfjähriger Pause wiederauferstanden war. Jan Plagemann und Katja Matt aus Handewitt sind nach dem langen Dornröschenschlaf des Kult-Festivals beim Revival 2013 mit zehn Bands an einem Tag gestartet – heute und morgen werden es gleich 31 sein, darunter keine geringeren als die Monster-Schock-Rocker von „Lordi“ aus Finnland, die 2006 den Eurovision Song Contest mit „Hard Rock Hallelujah“ gewannen, die erfolgreiche Indie-Rock-Band „Madsen“ („Lass die Musik an“) oder „Más shake“ mit Rod von den Ärzten. Matt und Plagemann rechnen mit über 5000 Besuchern. „Wir wollen das Wallsbüll Open Air Schritt für Schritt zu alter Größe wachsen lassen“, verspricht Plagemann.

Weit über 10.000 Besucher werden beim „Baltic Open Air“ (BOA) am 29. und 30. August auf der Freiheit in Schleswig erwartet. Es ist die vierte Auflage, und Veranstalter Daniel Spinler holt unter dem Slogan „Rocken wie die Wikinger!“ nicht nur die Rock-Größe Doro Pesch, die Heavy-Metal-Band „Saxon“ und die Mittelalter-Bands „Subway to Sally“ und „In Extremo“ in die Schleistadt. 15 weitere Acts sollen das Publikum in Wallung bringen, darunter auch altbekannte Stimmungsgaranten wie die Jungs von „Torfrock“.

Die Macher des „Jübek Open Airs“, Florian Lorenz, Martin Purwin und Marco Sohr, haben sich von ihrer Eintagesveranstaltung verabschiedet, warten nun mit 30 Bands an drei Tagen auf – darunter eine Gruppe, die man im Kreisgebiet lange nicht gesehen hat, die sich vermutlich aber viele Menschen nicht entgehen lassen wollen: „Scooter“. Die Gruppe gilt als erfolgreichster deutscher Dance-Act überhaupt und hat seit 1993 schon mehr als 30 Millionen Platten verkauft. „Die Hits von Scooter kennt einfach jeder“, sagt Marco Sohr. Vom 8. bis zum 10. August dürften jedoch auch „J.B.O.“ oder „Itchy Poopzkid“ die Besucher in Jübek bestens unterhalten.

Wenn es am 5. Juli in Wagersrott wieder deutlich lauter wird als gewöhnlich, rund 1000 Menschen sich auf einer Kuhweide am Wald vor der Bühne versammeln, dann hat Enzo Giovanni Panozzo es ein weiteres Mal geschafft, sein „Enzo-Festival“ auf die Beine zu stellen. Für den 26-Jährigen zählt nicht die Popularität der Bands, sondern die Qualität besonderer, handgemachter Musik. Er holt dieses Mal zwölf Bands in sein Heimatdorf, darunter die Skapunk-Band „Skampida“ aus Kolumbien, die Gruppe „Aaron Hellvis“ mit Heavy-Rock und „Nitrovolt“ mit Speedrock und High-Energy-Rock’n’-Roll.

In Schleswig wird vor dem „Baltic Open Air“ im August bereits an diesem Wochenende gerockt: Sieben Bands spielen am Sonnabend beim „SL Rocks“ – ebenfalls auf der Freiheit. Auf dem Gelände des Freien Kultur- und Kommunikationszentrums (FKKZ) sind Punk und Pop angesagt. Headliner ist die deutsche Electronic-Band „Captain Capa“. Das Open Air, das 2012 von den Schülervertretern der Lornsenschule ins Leben gerufen wurde, erlebt seine dritte Auflage, zum ersten Mal aber wird parallel dazu der Nachwuchs-Wettbewerb „Rocktreff“ des Schleswiger Musikclubs ausgetragen. Mit-Veranstalter sind außerdem das BBZ und die Domschule. FKKZ-Leiter Jan-Friedrich Dünne hofft, dass bei der Besucherzahl dieses Mal die 1000er-Marke geknackt wird.

2013 strömten am 6. und 7. Juli rund 13.000 Besucher an die Strandpromenade in Glücksburg, wo der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (sh:z) das „Midsummer Night Open Air“ veranstaltete – mit Größen wie Santiano, Ina Müller und Illegal 2001. In dieser Saison wird es in dem Ostseebad kein sh:z-Festival geben, dafür aber in Nordfriesland. Der sh:z veranstaltet am 19. und 20. Juli am Nordsee-Congress-Centrum (NCC) das „Husum Open Air“, und hier werden erneut keine Geringeren als die fünf erfolgreichen Musiker von Santiano auf die Bühne treten – neben „The Boss Hoss“ und weiteren Acts wie „Wingenfelder“, „Haudegen“, „Oonagh“ und Björn Paulsen. Das „The Boss Hoss“-Konzert am 20. Juli ist bereits ausverkauft, Karten für den ersten Festival-Tag sind noch zu haben (siehe Kasten).

Die Musik-Szene unserer Region würde ohne all diese Festivals, ob nun mehrere Hundert oder Tausende Besucher, eindeutig ein trauriges Bild abgeben. Und egal, ob klein oder groß, in Angeln oder auf der Geest, eines haben sie alle stets gemein: Spielt das Wetter mit, sind Veranstalter und Besucher die glücklichsten Menschen.

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erstellt am 28.Mai.2014 | 18:49 Uhr

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