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Wackerballig: Licht und Lärm stören die Seevögel

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Nachbesserungen in der Hafenplanung Wackerballig erforderlich

Den Planentwurf für die Modernisierung des Sportboothafens in Wackerballig hat die Kieler Landesplanungsbehörde im Grundsatz genehmigt – aber es gibt Auflagen. Wie Bürgermeister Uwe Linde in der Geltinger Gemeindevertretung erläuterte, muss der Hafeneigentümer vor der Aufstellung des Bebauungsplans noch eine gravierende Nachbesserung vornehmen lassen: Die Seevögel in diesem Revier der Geltinger Bucht müssen vor störendem Lärm und Lichteffekten geschützt werden. Dabei geht es vor allem um die geplante Stegbeleuchtung, die nachts zumindest reduziert werden soll und um das Klappern der Wanten an den Masten der Segelboote im Hafen. Wie genau die Probleme gelöst werden sollen, steht noch nicht fest. Diese neuen Bedingungen tragen die Handschrift des Naturschutzbundes Schleswig-Holstein, der als einer der öffentlichen Träger schon frühzeitig auf negative Auswirkungen auf den Lebensraum der Seevögel durch die geplante Stationierung von zehn schwimmenden Ferienhäusern hingewiesen hatte.

Für die Gemeinde Gelting, die auch in dieser Angelegenheit die Planungshoheit hat, bedeutet dies eine weitere Zeitverzögerung. Grund dafür ist die notwendige Vertragsänderung mit dem Antragsteller, dem Flensburger Wasserbauunternehmer Hans-Werner Weihs. Was den künftigen Schutz vor Überschwemmungen im Kneippkurort betrifft, hat jetzt Umweltminister Robert Habeck in einem Schreiben an die Kommune klargestellt, dass der erwartete Zuschuss von einer halben Million Euro nur für die Polder-Lösung bewilligt werde. Der Zuschuss setze sich aus Mitteln der Landesregierung und der EU zum vorbeugenden Aufbau hochwassersicherer Anlagen zusammen.

Der als Alternative von einer örtlichen Bürgergruppe favorisierte Bau einer kanalähnlichen Umleitung käme einem erheblichen Eingriff in den Landschaftsraum gleich, so der Minister. Für derartige Pläne mit neuen offenen Gräben stehe kein Geld aus der EU-Wasserrücklage zur Verfügung. Uwe Linde nahm die Aussage zum Anlass, den Befürwortern der Kanallösung ins Stammbuch zu schreiben: „Wer jetzt noch etwas anderes behauptet, der lügt.“ Den Geltinger Mandatsträgern ist bewusst, dass sie und die Verantwortlichen des Wasser- und Bodenverbandes Geltinger und Stenderuper Au in Sachen Hochwasserschutz mit der Elbestadt Lauenburg in einem Wettlauf stehen. Sollten die Lauenburger eher an die Fördergelder herankommen, müsste die Geltinger Seite den zugesagten Anteil für einige Jahre vorfinanzieren.

Einmütig verabschiedete der Gemeinderat den Nachtragsetat 2014 mit einem Volumen von 2,9 Millionen Euro. Allein die Ausgaben für die Kindertagesstätten kletterten um 45 000 auf 271 000 Euro.

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