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Von der „Insel“ auf zu ökumenischen Ufern

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Letzter Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Damp

Mit Glockengeläut empfing die St.-Elisabeth-Kirche am Sonnabend die Menschen, die aus der „Insel“ herüberkamen. Sie hatten grade den letzten Gottesdienst in der evangelischen Kirche gefeiert, die währenddessen vom Neumünsteraner Propst Stefan Block in Vertretung für den erkrankten Bischof Gothart Magaard entwidmet wurde. Das Kreuz, die Osterkerze, die Altaruntensilien Kelch und Patene, das Lektionar, das Antependium und ein Leuchter wurden von der „Insel“ in die St.-Elisabeth-Kirche getragen. Sie finden ihre Plätze in dem katholischen Gotteshaus.

„Die Schließung der Insel-Kirche in Damp erleben viele Menschen mit Wehmut. Andererseits wird die wichtige Neuausrichtung der Kur- und Urlauberseelsorge zu der notwendigen Konzentration der Kräfte in diesem Bereich führen“, war sich Stefan Block sicher. „Und natürlich ist die künftige Zusammenarbeit mit der katholischen St.-Elisabeth-Gemeinde ein schönes Zeichen ökumenischer Verbundenheit. Ich bin sicher, dass daraus eine stabile Partnerschaft entstehen kann, die das Miteinander fördert und entwickelt.“

Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke, der den Gottesdienst in der St.-Elisabeth-Kirche feierte, fand ähnliche Worte. „In Damp wird Ökumene deutlich sichtbar: Wir ziehen unter ein Dach“, sagte er. „Christen wissen sich gemeinsam in der Kirche zu Hause. So ist es ein gutes Zeichen, wenn wir Kirchenräume gemeinsam nutzen. Wir sind ganz eng im Glauben an Gott verbunden und geben für die Menschen vor Ort ein Zeichen der Einheit der Christenheit.“ Die Gesangbücher aus der „Insel“ standen am Sonnabend bereits in der St.-Elisabeth-Kirche. Sönke Funck, Propst im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde, betonte: „Das ist ein großes Zeichen des Entgegenkommens.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass nun ein Schlussstrich gezogen worden sei. „ Das Gemeindezentrum wird geschlossen, ab heute findet nichts mehr in der ‚Insel’ statt“, sagte Funck.

Der Kirchenkreisrat hatte im Oktober beschlossen, die Kirche im Gemeindezentrum „Die Insel“ zu entwidmen und die Liegenschaft zu verkaufen. Dem Vernehmen nach gibt es bereits Interessenten. Im Zuge der Neuausrichtung des Arbeitsbereiches „Kirche und Tourismus im Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde“ wurde bereits im Jahr 2013 entschieden, den Dienstsitz der Pfarrstelle für Tourismus von Damp nach Eckernförde in das „Grüne Haus“ zu verlegen. Heute nimmt Pastorin Brigitte Gottuk die Arbeit als neue Tourismuspastorin auf.

Ein Fahrplan für die nächsten Jahre steht bereits, wie Sönke Funck ausführte. „Im Jahr 2015 werden wir zunächst mit unseren Gottesdiensten zu Gast in der St.-Elisabeth-Kirche sein“, sagte er. 2016 soll es dann vom Nebeneinander mehr zum Ökumenischen gehen. Der dritte Schritt wäre dann die Aufhebung der Grenzen. „Ein spannender Weg, der von beiden Seiten mitgetragen wird“, sagte Funck. „Das wird sich mit Leben füllen. Da bin ich ganz sicher.“

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