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Schlei-Bote

22. Oktober 2017 | 23:47 Uhr

Loiter Oldtimerschau : Vom Spleen zum Kult

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Bei der zehnten Auflage der Loiter Oldtimerschau wurde es eng auf dem Parkplatz und der Schaufläche: Mehr als 8000 Besucher wollten dabei sein.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2014 | 07:30 Uhr

Die zehnte Loiter Oldtimer- und Landmaschinenschau war wieder einmal ein Publikumserfolg ersten Ranges. Mehr als die geschätzten 8000 Besucher des vergangenen Jahres besetzten die von der Jugendfeuerwehr ausgewiesenen Parkplätze bereits zum Mittagessen bis auf den letzten Quadratzentimeter. Und den Ausstellern ging es kaum besser. Schon beim Eintreffen des Erntedankzugs von der Loiter Kirche waren die bis auf 200 nummerierten Meldekarten vergeben. Und nur der Findigkeit der Loiter Oldtimerfreunde war es zu verdanken, dass sich immer wieder Lücken zwischen den eng geparkten Fahrzeugen auftaten und das Chaos ausblieb.

Im „Ring“ konnten die Oldtimerfreunde ihre Lieblinge vorstellen. Florian Paschandt fuhr einen 48 PS starken Trecker der Marke „David Brown“ aus dem Jahre 1979 für seinen Großvater vor. Als Begleitung hatte er seine jugendlichen Verwandten Luna, Salome und Tom dabei. „Es macht immer wieder Spaß, auf so einer Veranstaltung die alte Technik vorzuführen“, meinte er.

Volker Jensen war mit seinen Kindern Felix und Gyde als Besucher auf der Schau. „Die alten Trecker sind am schönsten“, meinte Felix, während er fachkundig das Schneidwerk eines ehemaligen DDR-Traktors untersuchte. Doch seiner Schwester hat die Kutsche besser gefallen, mit der Rundfahrten durch den Ort angeboten wurden.

Publikumsliebling aber war ein alter Steinbrecher. Das sieben Tonnen schwere Gerät wurde von einem 20-PS-Bulldog aus dem Jahre 1938 über einen Riemen angetrieben. Trotz seines eigenen hohen Alters, das die 100-Jahr-Marke bereits überschritten hat, zerbröselte der Steinbrecher die Feldsteine und Ziegel zu Schotter, die von Dieter Schmidt und seinem Neffen Denis eingeworfen wurden.

Währenddessen kommentierte Manfred Steenbuck mit der ihm eigenen Mischung aus Sachkenntnis und Humor die vorgestellten Fahrzeuge. Zur zehnten Schau hatten seine Kameraden dem Vorsitzenden der Loiter Oldtimerfreunde ein Ehrenschild gegossen, das sie ihm bei der Eröffnung feierlich überreichten. Loits Bürgermeister Johann Peter Christiansen warf einen Rückblick in die Anfänge der Veranstaltung, in der kaum jemand der Schau eine große Zukunft vorausgesagt hatte. „Aus einer spleenigen Idee wurde dann aber eine feste Einrichtung“, stellte Christiansen fest. Und Süderbrarups Amtsvorsteher Thomas Detlefsen bemerkte, dass die Schau inzwischen weit über die Grenzen der näheren Umgebung bekannt sei. „Du hast es geschafft“, meinte er zu Steenbuck. Und das was er sehe, habe nichts mehr mit einem Spleen zu tun. Das sei harte Arbeit.

Manfred Steenbuck selbst dankte den Bürgern von Loit, die nicht nur mit DRK und Feuerwehr tatkräftig das Fest unterstützen, sondern auch ihre Vorgärten zum kleinen Jubiläum mit Fahnen und Figuren geschmückt hatten. Doch am Ende des Tages waren seine Gedanken schon im nächsten Jahr. Denn durch die Bautätigkeit auf dem ehemaligen Festplatz wird es am Dorfgemeinschaftshaus von Loit langsam sehr eng.

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