Vom Reizen und Ramschen

Mit Dankfried Schnoor (li.) und Herbert Mühlenbeck (Mitte) hatte der Zufall die beiden bisherigen Pokalgewinner in der ersten Runde an einen Tisch gelost. Dritter im Bunde: Heinz Erdmann.
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Mit Dankfried Schnoor (li.) und Herbert Mühlenbeck (Mitte) hatte der Zufall die beiden bisherigen Pokalgewinner in der ersten Runde an einen Tisch gelost. Dritter im Bunde: Heinz Erdmann.

40 Teilnehmer beim Preisskat in Rieseby / Horst Zobott holt sich den Wanderpokal

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28. Dezember 2014, 15:50 Uhr

Zum letzten Preisskat des Jahres in der Region rund um Rieseby hat die Wählergemeinschaft der Gemeinde eingeladen. Frank Frühling konnte als WGR-Vorsitzender fast 40 Freunde des Kartenspiels begrüßen.

Obwohl die Skat-Treffen der WGR immer gut besucht seien, habe auch er nicht mit so einem großen Andrang gerechnet. „Ich freue mich natürlich über die tolle Resonanz“, sagte er zu Beginn der Veranstaltung, die nicht nur Riesebyer ins Sport-Bistro gelockt hatte, sondern Skatfreunde aus der ganzen Region. Frühling: „Wer hierher kommt, ist schon fast ein Profi. Die spielen hier alle richtig, richtig gut.“

Frühling kümmerte sich an diesem Abend um die zweite Herausforderung, das Knobeln. Bevor der Abend aber starten konnte, mussten zunächst Tische geschleppt, die Regeln erklärt und die Teams zugelost werden. Grundsätzlich wurde dabei an den zehn Tischen mit drei oder vier Teilnehmern gespielt, jeweils zwei Durchgänge mit 40 Spielen. Was genau es bedeutet, dass „der Ramsch“ liegenlassen wird oder das „Reizgeld“ 50 Cent beträgt, blieb dem Laien zwar verborgen, für die Skat-Profis hingegen schien das alles sonnenklar zu sein.

Schnell wurde auch dem Neuling klar, dass die Skatspieler der Region eine eingeschworene Gemeinschaft mit eigener Sprache sind. „Skat ist insgesamt in Deutschland sehr beliebt, aber gerade um Rieseby herum gibt es besonders viele Skat-Klubs und Freunde des Kartenspiel-Sports“, wusste Frank Frühling zu berichten. Das sei auch ein Grund, warum sich die Wählergemeinschaft mit dem Thema beschäftige. „Wir wollen das Gemeindeleben stärken und unseren Beitrag dafür leisten, dass Gemeinschaft stattfindet und Menschen die Gelegenheit dazu bekommen, das zu tun, was ihnen Freude macht. Skat gehört unbedingt dazu.“

Und dann wurde geramscht und gereizt, geschnippelt und geschnitten. Da gab es Kontra und Re, wurde an gute Karten geglaubt oder auch nicht, und völlig unabhängig davon, ob das erste Spiel gespielt oder durchgeramscht wurde, am Ende jedes Spiels war klar, dass „die Ente hinten kackt“ oder dass mit „einem Köter aus jedem Dorf“ kein Stich zu machen ist. Dabei ging es mit jedem Spiel nicht nur um die Skatspieler-Ehre, sondern auch um feine Fleisch- und Wurstpreise. Größter Triumph sollte natürlich für jeden der Gewinn des großen Wanderpokals sein, der zum dritten Mal ausgespielt wurde. In diesem Jahr ging die Trophäe an Horst Zobott, der es auf 2191 Punkte brachte.

Die Freunde des Skats beendeten ihr Jahr mit einer sehr gut besuchten Veranstaltung – eine Tradition, die im nächsten Jahr fortgesetzt werden wird mit regelmäßigen Treffen zum „Kartenkloppen“ und mit der Suche nach dem nächsten Sieger, der dann seinen Namen der Liste auf dem Wanderpokal hinzufügen kann.

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