Arnis : Vom Buch zur Bluse und jede Menge Porzellan

Dicht an dicht drängeln sich die Arnisser und ihre Besucher durch die Lange Straße.
Dicht an dicht drängeln sich die Arnisser und ihre Besucher durch die Lange Straße.

Der Flohmarkt in Arnis lockte am Sonntag jede Menge Besucher an.

shz.de von
06. August 2018, 12:00 Uhr

Warum genau heißt der Flohmarkt wohl Flohmarkt? Eine Legende über den Begriff geht so: Der Begriff stamme aus dem Französischen, denn dort heißt der Trödelmarkt schlicht „Marché aux Puces“, was übersetzt nichts anderes bedeutet als „Flohmarkt“. Deutschlands Flohmarktgeschichte begann spät. Mitte der 60er–Jahre soll es den ersten Trödelmarkt in der Altstadt von Hannover gegeben haben. Gestern war es in Arnis wieder soweit. Ab 10 Uhr warteten alle Bewohner der kleinen Idylle an der Schlei, die vor ihrem Haus einen Stand aufgebaut hatten, auf „Kaufleute und Sehleute“.

Eine Flohmarktbeschickerin wusste aus der Vergangenheit zu berichten: „Sammler und Weiterverkäufer kommen immer schon eine Stunde eher und fragen gezielt nach speziellen Dingen wie Goldschmuck oder Antiquitäten.“ Eine kleine Flaute gab es zur Mittagszeit, wenngleich der Parkplatz vor der Stadt gut gefüllt war und die Autos sogar am Straßenrand eine 100 Meter lange Linie bildeten.

Was sollte auf den Tischen und Kleiderständern den Besitzer wechseln? Jede Menge Porzellan, Kinderspielzeug, Bücher en masse, Klamotten, speziell Frauenoberbekleidung, aber auch Fundstücke wie ein Anker oder ein Saab Cabrio. Der Wagen des schwedischen Herstellers stand im Vorgarten mit einem Preisschild hinter dem Scheibenwischer. Und gehandelt wurde natürlich an nahezu jedem Stand: Bilder für 5 Euro, Blusen für 2 Euro, Lego-Spielzeug für 1 Euro. Und auch für weniger als einen Euro gab es Krimskrams.

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