Vom alten Restaurant zum neuen Wohndomizil

So sah es in der vergangenen Woche zwischenzeitlich aus: Das Restaurant 'Zur Schleibrücke' wird in seine Einzelteile zerlegt. Foto: rn
1 von 2
So sah es in der vergangenen Woche zwischenzeitlich aus: Das Restaurant "Zur Schleibrücke" wird in seine Einzelteile zerlegt. Foto: rn

Startschuss zum Neubau in der Eckernförder Straße / Schleibrücken-Immobilien GmbH investiert 5,5 Millionen Euro

Avatar_shz von
08. Juli 2013, 03:59 Uhr

Kappeln | Seit vergangener Woche sind die Abrissarbeiten des Restaurants "Zur Schleibrücke" in vollem Gange, Ende dieser Woche soll nichts mehr an das alte Gebäude erinnern. Denn verbunden mit dem endgültigen Ende des Restaurants ist der Startschuss für eine neue Wohnresidenz, die nur noch über ihren Namen Gedanken an die Vergangenheit zulassen soll: "Schleibrücke" heißt der Neubau in der Eckernförder Straße, Ende 2014 soll er fertig sein.

Das Projekt hat bereits einige Veränderungen hinter sich, ehe es beginnt, greifbare Formen anzunehmen. Während sich die Verwaltung schon mit dem ersten Entwurf anfreunden konnte, gab es in der Politik einzelne Stimmen, wonach sich das Gebäude störend auf die Stadtsilhouette auswirken könne. Auch Kreis und Landesbauamt hatten Bedenken geäußert. Architektenwechsel und Umplanung folgten, seit etwas mehr als einem Jahr ist nun die Gestaltung aktuell, die immer noch gilt: Grau-weiße Steinfassade, viel Glas, viel Stahl, verteilt auf drei Geschosse. Eigentümerin Corinna Graunke freut sich auf das, was kommt und plant, eine der entstehenden Wohnungen privat zu nutzen. Auf diese Weise werde sich, so sagt die Geschäftsführerin der Schleibrücken-Immobilien GmbH, für sie und ihren Ehemann ein Kreis schließen: "Der Traum vom Haus am Wasser."

Einen weiteren Schritt auf dem Weg dahin wird der Bagger übernehmen, der gleich nach Abrissende die Pfahlbohrungen für den Neubau vornehmen wird. Der Auftrag für den Hochbau soll in diesen Tagen vergeben werden. Bis Ende 2014 will Corinna Graunke

15 Ferienwohnungen unterschiedlicher Größe und Austattung entstehen lassen, einige barrierefrei, andere erstreckt über mehrere Etagen. "Zwei Wohungen sind bereits verkauft, etliche Interessenten haben angekündigt, sich während des Baus für einen Kauf zu entscheiden", sagt Graunke. Viele würde der Schleiblick und die nahe Stadtanbindung locken.

Allerdings: Das ursprünglich geplante Restaurant im Erdgeschoss ist gestrichen, es ließ sich schlicht kein Pächter finden. "Trotz intensiver, auch überregionaler Suche gab es über ein Jahr lang nur Absagen", sagt Corinna Graunke. "Fachleute sagten uns, Gastronomie rechne sich nicht an der Stelle und nicht ganzjährig. Wir finden das sehr schade." Dieser langwierige Prozess sei zudem dafür verantwortlich, dass sich der Baubeginn verzögert habe. Und als der Verzicht auf Gastronomie schließlich festgestanden habe, sei eine erneute Umplanung nötig gewesen. Anstelle des Restaurants entstehen nun zwei weitere Wohnungen. Insgesamt rechnet die Kappelnerin mit einer Investition von 5,5 Millionen Euro.

Übrigens: Dass in unmittelbarer Nachbarschaft mit den Schlei-Terrassen ein weiteres Gebiet mit Wohnhäusern errichtet wird, nennt Corinna Graunke "eine großartige Ergänzung". So könne man den in Kappeln vorherrschenden Mangel an hochwertigen Ferienwohnungen gemeinsam auffangen und den Menschen etwas bieten. "Und außerdem", sagt Graunke, "werden wir, wenn alles gut geht, lange vor den Schlei-Terrassen fertig sein."

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen