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Schlei-Bote

17. August 2017 | 18:19 Uhr

Volltreffer bei Verkehrskontrolle

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

90 Polizei- und Zoolbeamte waren in der Nacht zu Sonnabend im Einsatz / Auch in Kappeln wurden Autofahrer angehalten

„Allgemeine Verkehrskontrolle, Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte“ – dieser Aufforderung mussten in der Nacht zu Sonnabend mehrere hundert Fahrzeugführer an zahlreichen Kontrollstellen in den Kreisen Schleswig-Flensburg und Nordfriesland Folge leisten. Neben mobilen Kontrollen hatte die Polizei auch stationäre Kontrollstellen eingerichtet, um einen Großteil des durchreisenden Verkehrs zu kontrollieren. Mehr als 90 Beamte von Landes- und Bundespolizei sowie dem Zoll waren im Einsatz.

Die größte Kontrollstelle gab es an der A 7 auf dem Parkplatz Jalm zwischen Schleswig und Tarp. Dort wurde der gesamte Verkehr über den Parkplatz geleitet. Mit geschultem Auge winkten die Beamten bis in die späten Nachtstunden 150 verdächtige Autos und Kleintransporter heraus – mit Erfolg. Wie Einsatzleiter Erich Bülow berichtet, wurde zunächst ein Autofahrer gestoppt, der unter Drogeneinfluss stand. Kurz darauf kontrollierten die Beamten einen polnischen Kleintransporter, der nach Dänemark unterwegs war. Einer der Mitfahrer hatte nach einer Verurteilung seine Haftstrafe nicht angetreten. Noch auf dem Parkplatz klickten die Handschellen.

Bei zahlreichen Autos wurden nicht nur die Fahrer kontrolliert, sondern auch das Gepäck. Eine mobile Röntgenanlage durchleuchtete Koffer, Taschen und Kartons. Um kurz nach Mitternacht ein weiterer Treffer: Bei einem Kleinbus mit neun Insassen stellte sich schnell heraus, dass es sich bis auf den Fahrer bei allen um illegale Einwanderer handelte, die nach Schweden geschleust werden sollten. Die acht Erwachsenen und ein Kind stammen vermutlich aus Palästina, sind staatenlos. An einer Kontrollstelle in Kappeln wurde ein betrunkener Autofahrer gestoppt. Gleich fünf Mal kam bis Mitternacht Drogensuchhund „Chicco“ zum Einsatz, um verdächtige Autos und Gepäckstücke abzuschnüffeln.

Bis 6 Uhr morgens waren die Beamten im Einsatz. „Wir wollen vornehmlich die Fahrtüchtigkeit kontrollieren, um Unfälle zu verhindern“, so Bülow. Fast ausnahmslos hätten sich die Autofahrer kooperativ gezeigt und Verständnis für die Kontrollen aufgebracht.

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