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Zwischen Wees und Langballig : Vollsperrung: Nordstraße wird saniert

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Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Gearbeitet wird an zwei Abschnitten von Ende März bis Mitte Juni. Die Gesamtkosten belaufen sich auf vier Millionen Euro.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2015 | 07:15 Uhr

Am Gedenkstein in Munkbrarup ist es abzulesen: Am 26. März 1954 weihte Ministerpräsident Friedrich Wilhelm Lübke die neue Straßenverbindung (B 199) von Flensburg nach Kappeln ein. Sie ersetzte die zuvor eingestellte Kleinbahn zwischen beiden Städten und erhielt den Namen „Nordstraße“, weil sie eines der Projekte im „Programm Nord“ war. Dieses war Anfang der 1950er Jahre von der damaligen Landesregierung zur Verbesserung der regionalen Infrastruktur aufgelegt worden. In den vergangenen 60 Jahren ist die Fahrbahn spürbar in die Jahre gekommen und soll nun in zwei Abschnitten zwischen der Kreuzung Oxbüll in Wees und der Kreuzung am Ortseingang von Langballig grundlegend saniert werden. Aus der Ausschreibung ging die Firma SAW aus Schleswig als Sieger hervor. Die Fertigstellung ist für den 13. Juni vorgesehen.

Der Unterbau des Straßenkörpers im Sanierungsbereich besteht aus unterschiedlich langen, damals vor Ort gegossenen Betonplatten, die durch Dehnungsfugen voneinander getrennt sind. „Diese Fugen schlagen aufgrund der natürlichen Temperaturschwankungen als Querrisse in die Verschleißdecke der Fahrbahn durch, werden mit Bitumen vergossen, reißen wieder auf und sind ein ständiges Problem“, wie Gerhard Nörenberg, der zuständiger Sachgebietsleiter bei der Flensburger Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr auf Nachfrage erläuterte. Daher habe der Bund grünes Licht für die Erneuerung gegeben. Die Kosten dafür belaufen sich nach seinen Worten auf etwa vier Millionen Euro. Beton und Asphalt der Fahrbahn werden an Ort und Stelle zerkleinert, recycelt und, soweit möglich, als Unterbau für die neue Fahrbahn verwendet.

In der Zeit vom 30. März bis 18. April wird zunächst der 2,7 Kilometer lange Abschnitt zwischen Langballig und Ringsberg in Angriff genommen, danach vom 19. April bis 6. Juni die Strecke von Ringsberg bis zur Kreuzung in Oxbüll (4,2 km). In den betroffenen Bereichen muss die Nordstraße voll gesperrt werden, da sie für eine einseitige Verkehrsführung nicht breit genug ist und die Arbeitssicherheit der Bauarbeiter nicht gewährleistet wäre. Für den Busverkehr gibt es Sonderfahrpläne und festgelegte Umleitungsstrecken. Die Rettungsleitstelle sowie die Feuerwehren erhalten jeden Tag Informationen über die genauen Teilsperrungen. Gleiches gilt mit ein bis zwei Tagen Vorlauf für die unmittelbar betroffenen Anlieger.

Der erste Abschnitt wurde bewusst in die Osterferien gelegt, um die Einschränkungen möglichst gering zu halten. Die Hauptkreuzungen bleiben zur Hälfte immer befahrbar. Die Kreuzung in Munkbrarup wird während der Bauphase vollkommen offen gehalten, damit der Querverkehr zwischen Glücksburg und Husby ohne Einschränkung fließen kann. Lediglich in der Woche vom 7. bis 13. Juni wird gesperrt.

Zeitgleich mit den Arbeiten an der Hauptfahrbahn erhält auch der Fahrradweg im selben Abschnitt eine neue Decke. Er bleibt bis auf den Bereich, in dem gerade gearbeitet wird, stets befahrbar. Auf Einwohnerversammlungen sollen die Bewohner der anliegenden Gemeinden über alle Einzelheiten informiert werden. Zudem sind Umleitungspläne für die einzelnen Teilabschnitte vorbereitet.

 

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