zur Navigation springen

Nordstrasse : Vollsperrung erweitert, um Nebenstrecken zu entlasten

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Um „Abweichlern“ keine Chance mehr zu geben, beginnt die Sperrung der B 199 ab sofort bereits früher.

Die massiven Proteste der Anlieger zeigten schnell Wirkung. Die erheblichen Beeinträchtigungen der betroffenen Bürger und weitere Schädigungen der Banketten an selbst gewählten Umleitungen über schmale Gemeindestraßen im Zusammenhang mit der teilweisen Vollsperrung der Nordstraße (B 199) sollen umgehend gemildert oder sogar abgestellt werden. Dieser Beschluss fiel am Donnerstag auf einer kurzfristig einberufenen Krisensitzung in der Amtsverwaltung Langballig.

Die politischen Vertreter der vier betroffenen Gemeinden sowie Gerhard Nörenberg und Andreas Jürgensen von der Flensburger Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV-SH) erörterten auf Initiative von Yvonne Spring-Renken, Leiterin des Bau- und Ordnungsamtes, die Lage. Der Langballiger Bürgermeister Peter Dietrich Henningsen räumte freimütig ein: „Ich habe die Problematik unterschätzt.“ Nach Ansicht Nörenbergs sind auf den engen Straßen selbst Lkw unter 3,5 Tonnen zu schwer. Im Begegnungsverkehr müssten sie auf jeden Fall von der Fahrbahn, und die vom Regen aufgeweichten Bankette würden noch mehr geschädigt.

Daher wurde beschlossen, die Straße zwischen dem am meisten betroffenen Ortsteil Siegum in der Gemeinde Munkbrarup und dem Gut Freienwillen in der Gemeinde Langballig vollkommen zu sperren, da es dort keine Anwohner gibt. Mit Ankündigungsschildern in Ringsberg und Rüde sowie in Langballig wird frühzeitig auf die Sperrung hingewiesen.

Zum zweiten erfolgte auf Anregung von Bürgermeister Volker Hatesaul aus Ringsberg eine sofortige Sperrung der Nordstraße in Fahrtrichtung Kappeln bereits an der Kreuzung in Munkbrarup. Trotz der dort beginnenden ausgeschilderten Umleitung nutzen viele Fahrer weiterhin die Nordstraße bis zur eingerichteten Vollsperrung in Ringsberg. Dort kehren sie häufig nicht um, sondern lassen sich dann von ihrem Navigationsgerät über Siegum leiten – mit den beschriebenen Folgen (wir berichteten). Mit der Sperrung in Munkbrarup ist die Erwartung verbunden, zumindest die ortsfremden Fahrer – auch entgegen der Empfehlung ihres Navis – auf die offizielle Umleitung über Gremmerup, Husby, Lutzhöft und Grundhof nach Langballig „zu zwingen“.

Der Forderung von Henningsen, den Gemeinden die Kosten für die Instandsetzung ihrer Straßen nach Abschluss der Sanierung der Nordstraße von der Hand zu halten, erteilte Nörenberg eine klare Absage. „Aufgrund der geltenden Bestimmungen werden nur erforderlich werdende Reparaturkosten auf der eingerichteten Umleitungsstrecke übernommen.“ Diese werde noch besser ausgeschildert, um unerwünschten „Seitenausstiegen“ entgegenzuwirken.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen