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Schlei-Bote

24. Oktober 2017 | 13:48 Uhr

Volles Haus im Schützenheim

vom

Zahlreiche Gäste kamen zum Festkommers des Kappelner Schützenvereins / Geringe Beteiligung beim Königsschießen / Knappe Entscheidung bei den Damen

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Kappeln | Auch in diesem Jahr schaffte es der Schützenverein Kappeln von 1880 wieder einmal, die gesamten Aktivitäten des Königsschießens an einem einzigen Tag abzuwickeln. Grund war die schwache Beteiligung. Gerade einmal vier Schützenschwestern und neun Schützenbrüder traten an, um den Königsschuss abzugeben. Die Damen schossen in Auflage, die Herren freihändig.

Dennoch war es für die Schützinnen und Schützen ein Tag, der viel Stehvermögen von ihnen abverlangte. Begann doch der Tag mit dem traditionellen Königsfrühstück, zu dem die Vorjahres-Majestäten "Regina die Liebenswerte" und "Sven der Einsatzbereite" bereits um 7.30 Uhr in das Schlei-Bistro eingeladen hatten. Zwei Stunden später begann nach dem Antreten vor dem Schützenheim im Hüholz das Hauptschießen.

Das eigentliche Königsschießen fand am frühen Nachmittag im Schützenheim Hüholz statt. Jeder Schütze und jede Schützin durfte nur einen einzigen Königsschuss abgeben. Die Auswertung übernahm der Ehrenausschuss unter der Leitung von Karl-Heinz Kock. Und der hielt die Ergebnisse bis zum abendlichen Kommers "wasserdicht unter Verschluss".

Bei dem Kommers konnte Vorsitzender Jan-Dieter Nehls ein volles Haus mit vielen Mitgliedern, Abordnungen befreundeter Schützenvereine und Vertretern Kappelner Vereine begrüßen. In seinem Grußwort zitierte er das Ergebnis einer in der Jagdzeitschrift "Jäger" veröffentlichten Studie, wonach bei Kindern unter zwölf Jahren der Umgang mit Sportwaffen nicht zu vermehrter Aggressivität führt, sondern zur "Förderung der Risiko-Einschätzung".

Dies nahm der Vizepräsident des Norddeutschen Schützenbundes (NDSB), zugleich Kreisvorsitzender von Schleswig-Flensburg, Alfred Koitzsch aus Schuby, in sein Grußwort mit auf und erklärte: "Das Ergebnis der Studie geht runter wie Öl." Anschließend berichtete er unter anderem davon, dass der NDSB den Beitrag pro Schütze und Jahr um drei Euro erhöhen will. Das Geld wird für den Aufbau des derzeit gesperrten Landesleistungszentrums gebraucht.

Weitere Grußworte überbrachten unter anderem der zweite stellvertretende Bürgervorsteher Kappelns, Helmut Schulz, Edgar Rieger für die Männergilde Kappeln und Manfred Petersen für den Schützenverein Tondern. Letzterer bedankte sich ganz besonders beim Kappelner Schützenbläserkorps, das seit 32 Jahren die Tonderner Schützenfeste musikalisch begleitet. Corinna Graunke überbrachte den Schützen die Grüße des Wirtschaftskreises Pro Kappeln.

Standing Ovation gab es für Schießmeister Ebe Petersen, als er zum Ehrenmitglied des Kappelner Schützenvereins ernannt wurde. Die Rührung war ihm deutlich anzumerken. Abschließend kürte Jan-Dieter Nehls mit seinem Stellvertreter Dieter Motzkat die neuen Schützenmajestäten.

Bei den Damen gab es eine knappe Entscheidung. Drei der Vier hatten eine "10" geschossen. Da mussten die Schießmeister Ebe Petersen und Horst Meissner nach Trefferlage entscheiden. Und da schnitt Marika Jöhnck am besten ab. Sie ist als "Marika die Fröhliche" Schützenkönigin 2013. Schützenkönig wurde "Sven (Jacobsen) der Kavalier". Ihnen zur Seite stehen Kronprinzessin Christina Rudnick, Prinzessin Silke Petersen (je zehn Ringe), Kronprinz Hermann Fink (sechs Ringe) und Prinz Jan-Dieter Nehls (sechs Ringe).

Den neuen Majestäten wurden die Königsketten umgehängt, die kurz zuvor ihren Vorgängern abgenommen worden waren. Ihren ersten großen Auftritt haben die neuen Majestäten am kommenden Sonnabend. Dann findet im Schützenheim Hüholz der Schützenball 2013 statt.

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