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Schlei-Bote

13. Dezember 2017 | 01:31 Uhr

Kappeln : Volkshochschule im Aufwind

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

VHS verdreifacht die Teilnehmerzahl und präsentiert im neuen Programmheft so viele Kurse wie nie.

shz.de von
erstellt am 18.Jan.2014 | 07:45 Uhr

Die Volkshochschule (VHS) Kappeln hat ihr neues Programm für das Frühjahr herausgegeben. Und wieder sind zahlreiche Neuigkeiten dabei. Dazu gehören ein Gemüsezuchtseminar, der Kursus „Filzen mit Fantasie“ oder eine Einführung in die Fußreflexzonenmassage sowie ein Gärtnerkursus für Kinder. „Ein Kindergärtnerkursus wird nicht so häufig angeboten, ich hab es jedenfalls noch nie gehört. Doch so etwas muss man mal ausprobieren“, findet VHS-Vorsitzende Swantje Kretschmann. Sie glaubt, dass die Startphase für einen neuen Kursus am schwierigsten ist. „Wenn der Kurs us erst einmal angelaufen ist, dann läuft meistens die Mund-zu-Mund-Propaganda.“

Viele Anregungen für neue Angebote erhält der Verein zum einen von außen. Das VHS-Büro in der Mühlenstraße mit Anke Hansen als Mitarbeiterin dient dabei als wichtige Anlaufstelle. Dr. Christina Kohla sagt: „So haben wir viele Angebote erhalten, auf die wir vorher nicht gekommen sind.“ Als Beispiel nennt das Vorstandsmitglied eines Kursus, in dem die Teilnehmer Geschichten oder Märchen in Bilderform malen.

Zweitens werden viele Kurse in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen, wie dem Folkclub oder dem Landfrauenverein, angeboten. Swantje Kretschmann meint dazu: „Was die Landfrauen anbieten, müssen wir nicht anbieten.“ Der Vorsitzenden kommt es darauf an, den Bürgern in Kappeln mit dem VHS-Programmheft einen Überblick über das kulturelle Geschehen in der Region zu verschaffen. Laut Kohla haben beide Seiten etwas von der Vernetzung. Die Kooperationspartner kriegen zusätzliche Teilnehmer und die VHS pro Teilnehmer und Kursus mehr Geld vom Landesverband. Und das Kulturangebot in der Region wird außerdem belebt.

Auf Geld ist die VHS Kappeln als eingetragener Verein angewiesen. Zwar steht die Einrichtung gut zwei Jahre nach dem Führungswechsel schuldenfrei da, doch größere Rücklagen gibt es auch nicht. Und da Raummieten oder Gema-Gebühren teurer geworden sind und die Miete für das Büro auch reinkommen muss, ohne deshalb gleich die Gebühren zu erhöhen, bleibt als Ausweg nur die Ausweitung des Programms.

So ist die Zahl der Kurse in den vergangenen Jahren gestiegen. Im Frühjahr 2011 wies das Programm 67 Angebote aus, im neuen Heft sind es 137, das sind auch elf Kurse mehr als zum Herbstprogramm 2013. Und mit den Seminaren sind auch die Teilnehmerzahlen in die Höhe geschnellt. Besuchten im Jahr 2012 noch 1.127 Teilnehmer die Kurse, so waren es im abgelaufenen Jahr 3.222. Dabei sind für 2013 noch gar nicht alle Teilnehmer erfasst. Und mit dem erweiterten Kursangebot ist auch der Umfang des Programmheftes gewachsen. Reichten für das Herbstprogramm 2013 noch 48 Seiten, so umfasst das aktuelle Frühjahrsprogramm schon 56 Seiten.

Trotz neuer Kurse gibt es auch Angebote, die wieder verschwinden, wie zum Beispiel Geocaching, eine Art Schnitzeljagd per GPS. Kohla sagt: „Vor zwei Jahren war Geocaching etwas absolut Neues, doch heute macht das jeder selbst mit seinem Smartphone. Die Kursidee hat sich überholt, heute braucht man keine Einführung oder Gruppe dafür.“ Insofern sei jedes Programmheft auch ein zeithistorisches Dokument, das Auskunft gebe über die Trends, die gerade „in“ seien. Einen gewissen Wechsel im Angebot findet die VHS-Vorsitzende Kretschmann positiv. Unumwunden gibt sie zu: „Wenn im Programmheft immer dasselbe steht, würde ich das Heft bald auch nicht mehr in die Hand nehmen.“

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