40. Heringstage : Volksfest zum Mitmachen

heringszaun in flammen

Die Planungen für die 40. Heringstage haben begonnen. Die Bürger sind aufgerufen, sich am runden Geburtstag zu beteiligen.

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17. Januar 2018, 07:00 Uhr

Es ist noch früh im Jahr, ungeachtet dessen hat bei der Wirtschaft und Touristik Kappeln GmbH (WTK) die intensive Planung der diesjährigen Heringstage begonnen. Es sind die 40., eine besondere Zahl, die angemessen gewürdigt werden soll. Zumindest wenn es nach WTK-Geschäftsführerin Lara Zemite geht. Gleichzeitig allerdings gehen mit den 40. Heringstagen einige Einschnitte einher, auf die die WTK keinen Einfluss hat, sondern mit denen sie viel mehr zurechtkommen und aus denen sie das Bestmögliche machen muss. Über allem steht derweil der große Wunsch an die Kappelner, sich anlässlich des runden Geburtstages ihres Festes stärker mit einzubringen.

„Es wird definitiv Veränderungen geben“, sagt Lara Zemite. Offensichtlich: Bühne und Geschehen am Südhafen fallen weg beziehungsweise werden an eine andere Position verlegt. So wird die Bühne in diesem Jahr auf dem Rathausmarkt aufgebaut, dort, wo in der Weihnachtszeit die große Tanne stand. „Wir hoffen sehr“, sagt Zemite, „dass wir auf diese Weise mehr Menschen in die Innenstadt locken können“. Eben das nämlich ist seit jeher die Herausforderung der Heringstage-Macher: Das Publikum zieht es an den Hafen, dorthin, wo der meiste Trubel ist. In Kombination mit den Kinderaktionen auf dem Deekelsenplatz könnte die Bühne auf dem Rathausmarkt tatsächlich für eine noch stärker belebte Fußgängerzone sorgen. „Der Platz ist natürlich kleiner als der am Südhafen“, sagt Lara Zemite. Deshalb soll dort auch weniger der Party-Faktor als vielmehr das ruhigere Genießen im Mittelpunkt stehen, das – anders als am Hafen – gegen 22 Uhr ausplätschert. Auf der Bühne am Nordhafen kann es derweil auch schon mal Mitternacht oder 1 Uhr werden. Und während dort überwiegend DJs und Party-Bands Musik machen, soll auf dem Rathausmarkt Gelegenheit für Jazz, Soul und Folk sein.

Anders außerdem: Das traditionelle Feuerwerk soll es in diesem Jahr nicht geben. „Damit greifen wir eine Anregung aus der Strategieentwicklung der WTK auf“, erklärt Zemite. Dort nämlich war die Idee formuliert worden, aus ökologischen Gründen auf das Feuerwerk zu verzichten. Stattdessen: „Wir setzen den Heringszaun in Flammen.“ Dasselbe hatte im vergangenen Jahr stattgefunden, als die beiden Service-Clubs Rotary und Lions damit den Schlusspunkt für ihr zweites Entenrennen setzten. „Das war wirklich schön“, erinnert sich Lara Zemite. Und sie hofft auf den gleichen Effekt in diesem Jahr.

Überhaupt, der Heringszaun. Er soll zum Geburtstag mehr in den Fokus gerückt werden. Lara Zemite spielt mit dem schon recht konkreten Gedanken, ein Heringsquiz zu veranstalten, das im besten Falle auch die Besucher mit einbezieht.

Und die Kappelner? Sie sind aufgefordert, ebenfalls ihren Teil zum Gelingen der 40. Auflage der Heringstage beizutragen. So haben die TSV-Ruderer bereits zugesagt, Ruderergometer aufzubauen und Besucher zum Mitmachen zu animieren. Der Talentförderverein bespielt die Bühne in der Stadt. Und eben diese vier mal sechs Meter große Plattform steht auch allen anderen zur Verfügung – Tänzern, Sportlern, Musikern, Sängern, Poeten, Kleinkünstlern. „Wir bieten diesen Platz und die Aufmerksamkeit, die er einbringt, gerne an“, sagt Lara Zemite. An allen vier Heringstagen gibt es Zeitfenster (vormittags und nachmittags), an denen Bühne und Technik genutzt werden können. Ähnliches gilt für einzelne Ecken in der Innenstadt, beispielsweise vor der Bücherei oder unter kleinen Zelten. „Wenn die Kappelner sich und ihre Talente zeigen möchten, sind die 40. Heringstage ein schöner Anlass dafür“, findet Zemite.

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