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Kappeln/Gelting : Urlauber setzen auf Qualität

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Touristikvereine Kappeln und Gelting präsentieren ihr Gastgeberverzeichnis für 2016.

Magenta ist die Farbe des nächsten Sommers – zumindest wenn es nach den beiden Touristikvereinen Kappeln und Ferienland Ostsee/Geltinger Bucht geht. In eben diesem Ton nämlich, kombiniert mit einem leicht metallischen Schimmer, leuchten die Deckblätter des nagelneuen Gastgeberverzeichnisses für 2016. Tatsächlich hat auch dieser Katalog eigentlich keine Rückseite, sondern zwei Vorderseiten und deshalb zwei magentafarbene Deckblätter. Die beiden Vereine haben erneut einen Wendekatalog realisiert, ein Konzept, das sich in der Vergangenheit bewährt hat. Und bei der Erarbeitung des aktuellen Produkts haben sie zudem etwas, in ihren eigenen Augen Überraschendes, gelernt. Geltings Vorstandsmitglied Hilke Thomsen formulierte das so: „Wir sind immer noch wichtig.“

Gut 160 Seiten mit insgesamt 362 Vermieteranzeigen – nach der Rechnung Ingwer Hansens, Vorsitzender des Kappelner Touristikvereins, entspricht das 6,2 Prozent mehr als im Katalog des Vorjahres. Seine Schlussfolgerung: „Das Gastgeberverzeichnis ist ganz und gar nicht out. Es hat nach wie vor seine Bedeutung.“ Die Zahlen sprechen dafür, dass die Vermieter das ähnlich sehen könnten und daher mehr von ihnen tatsächlich eine für sie kostenpflichtige Anzeige im Katalog veröffentlichen. 30.000 Exemplare haben die beiden Vereine drucken lassen, und Geltings Vorstandsmitglied Heiner Nissen sagt: „Die brauchen wir auch.“ Schon zu diesem frühen Zeitpunkt seien knapp 9000 Kataloge von potenziellen Urlaubern angefordert worden, der Rest wird an touristisch bedeutsamen Orten ausgelegt und auf Messen ausgegeben.

Ohnehin sind die Vereine überzeugt von ihren Zahlen – auch im Vergleich mit der Lokalen Tourismusorganisation Ostseefjord-Schlei GmbH (OFS). Ingwer Hansen weiß, dass die OFS mit mehr als 6000 abgerufenen Urlauberkatalogen weniger vorzuweisen habe als Gelting und Kappeln mit ihren bereits jetzt erreichten 9000. Und das obwohl die OFS eine größere Region abdecke. „Es ist schon beachtlich, dass zwei Vereine mehr Gastgeberverzeichnisse verschicken als die übermächtige OFS“, sagt Hansen. „Das zeigt, wie wichtig der Katalog gerade für diese Region ist.“ Auch Heiner Nissen betont den lokalen Bezug des Produkts. „Wir operieren regional“, sagt er. Und: „Was wir anfassen, zahlt sich aus.“ Dazu gehört nach seinen Worten etwa die intensive Arbeit der Vereine mit einer Textagentur, die regelmäßige Werbeanzeigen in bundesweiten Publikationen platziert. Das Ergebnis benennt Nissen so: „Die Region Kappeln und Geltinger Bucht wird immer populärer.“ Zudem fließen die Einnahmen, die das Gastgeberverzeichnis generiert, zurück in die örtlichen Touristinformationen und weiteres Marketing. Den Katalog empfindet er daher nicht nur als Service für den Urlauber, sondern genauso für den Vermieter. „Wir sind die Zwischenschalte“, sagt Nissen.

Trotzdem hat die gestiegene Zahl der Vermieteranzeigen die Verantwortlichen doch überrascht. Hilke Thomsen spricht von Anerkennung und Wertschätzung, die die Vermieter dem Verein auf diese Weise entgegen bringen. „Sie merken, dass wir wirklich für sie arbeiten“, sagt Thomsen. „Und außerdem ist es wichtig, dass der Gast vor Ort betreut wird.“ Nach den Worten Heiner Nissens bekommen das vor allem die Mitarbeiterinnen in den Touristinformationen zu spüren. „Sie arbeiten am Limit, um dem Ansturm gerecht zu werden“, sagt er.

Besonders auffällig in der jüngeren Vergangenheit sei dabei der Aspekt, dass das Interesse an qualitativ hochwertigen Unterkünften, mit denen naturgemäß ein höherer Preis einhergeht, ständig wachse. Ingwer Hansen bestätigt diese Beobachtung. „Hochpreisige Quartiere sind besser ausgelastet als niedrigpreisige“, sagt er. Orientierungshilfe für Gäste könnte dabei die Klassifizierung bieten – eine Anforderung, der sich nicht alle Vermieter unterziehen wollen. Dabei diene dieser Vorgang durchaus als Form der Selbstkontrolle – so zumindest formuliert es Heiner Nissen. „Es ist hilfreich, wenn ein anderer einem mal den Spiegel vorhält“, sagt das Geltinger Vorstandsmitglied.

Jetzt allerdings halten die beiden Vereine erstmal ihr aktuelles Produkt in die Runde. Und trotz aller Überzeugung mit Blick auf das eigene Tun bleibt das übergeordnete Ziel das gleiche: ein gemeinsames Gastgeberverzeichnis mit der OFS.

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erstellt am 02.Sep.2015 | 08:15 Uhr

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