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Tierheim Weidefeld : Ungewöhnlich viele Katzenbabys warten im Tierheim

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Spätere Geburten als üblich – 30 Junge warten auf ein Zuhause.

shz.de von
erstellt am 20.Nov.2014 | 16:30 Uhr

Noch immer warten im Tierheim Weidefeld zirka 30 Katzenbabys auf ein gutes Zuhause. „In diesem Jahr ist irgendwie alles später“, sagt die Leiterin des Tierheims, Sabine Hegemann. „Eigentlich hatten wir gedacht, dass die Katzen nach dem milden Winter früher werfen, aber das war nicht so.“ Auch in den anderen Tierheimen im Umkreis werde dieses Phänomen beobachtet.

Die Mitarbeiter des Tierheims freuen sich über jedes Tier, das sie in gute Hände vermitteln können. Aber sie fühlen sich auch für jedes einzelne verantwortlich. Deshalb wird es ab Anfang Dezember einen Vermittlungsstopp geben. „Wir möchten auf gar keinen Fall, dass Tiere als Geschenk unterm Weihnachtsbaum liegen“, so Hegemann. „Schließlich handelt es sich dabei um Lebewesen und nicht um Geschenke, die später vielleicht den Weg aller Geschenke gehen und einfach entsorgt werden, wenn es nicht mehr passt.“

Denn passen muss es, wenn zum Beispiel eine Katze ins Haus geholt wird. Dazu führen die Mitarbeiter zunächst Gespräche mit den Interessenten. Es ist zu klären, wer das Tier oder die Tiere versorgt, wenn die Halter verreisen. Zudem muss bedacht werden, dass Kosten durch den Tierarzt auf den Halter zukommen. Auch die Frage der Zeit spielt eine Rolle. „Ich kann ein Katzenbaby nicht den ganzen Tag alleine lassen“, erklärt Hegemann. Dann komme vielleicht eher ein älteres Tier in Frage, das es gewohnt sei, tagsüber zu warten. Auch wenn Kinder im Haushalt leben, ist nicht jede Katze dafür geeignet.

Wenn die neuen Besitzer einer Katze oder eines Katers gar nicht klar kommen, können die Tiere zurückgebracht werden, denn oft werden Dinge erst im Zusammenleben deutlich. „Wir stehen auch nach der Vermittlung für Fragen und bei Problemen zur Verfügung und den Menschen immer gerne zur Seite“, betont Hegemann. „Die neuen Halter werden nicht alleine gelassen.“

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