zur Navigation springen

Kappeln : Und der Haushalt gedeiht weiter

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Das Jahr 2015 schließt die Stadt mit einem Überschuss von etwas mehr als einer Million Euro ab.

Eigentlich, das machte Kämmerin Ute Sohrt gleich zu Beginn deutlich, sei ein Jahresabschluss innerhalb von drei Monaten nach Abschluss des Haushaltsjahres vorzulegen. Das Jahr 2015 ist nun schon ein bisschen länger her als diese drei Monate, die Kämmerei reichte den dazugehörigen Abschluss allerdings erst in dieser Woche bei der Stadtvertretung ein. Schuld an der Verzögerung war die Umstellung auf die doppische Haushaltsführung, die jede Menge Zeit und Aufwand gekostet hat. Ungeachtet dessen allerdings sei der Abschluss für das Haushaltsjahr 2015 ein „recht erfreulicher“.

Und „recht erfreulich“ bedeutete in diesem Fall siebenstellig und zwar im Plus: Der Haushalt 2015 schloss mit einem Überschuss von 1,04 Millionen Euro ab und damit nur ein kleines bisschen weniger gut als der Haushalt 2014, für den am Ende ein Plus von 1,2 Millionen Euro zu Buche stand. Ute Sohrt wusste allerdings, worauf das zurückzuführen war. „Die positiven Abschlüsse 2014 und 2015 haben wir vor allem dem Zuwachs bei der Gewerbesteuer, der Grundsteuer B und der Zweitwohnungssteuer zu verdanken“, erläuterte die Kämmerin vor der Stadtvertretung. Der Blick in den Lagebericht bestätigt das: knapp 120.000 Euro Mehreinnahmen bei der Grundsteuer B (für bebaute oder bebaubare Grundstücke und Gebäude) im Jahr 2015 als 2014, gut 600.000 Euro mehr Gewerbesteuer und knapp 7500 Euro mehr Zweitwohnungssteuer.

Gestiegen sind derweil im Vergleich zum Jahr 2014 unter anderem die finanziellen Aufwendungen für das Personal von 4,9 Millionen Euro (2014) auf 5,1 Millionen Euro (2015) – ursächlich dafür vor allem der erhebliche Mehraufwand bei Pensions-, Beihilfe- und Altersteilzeitrückstellungen, der sich 2015 im Vergleich zu 2014 mehr als verdoppelt hat. Gleiches gilt für Sach- und Dienstleistungen, die 2014 noch 1,8 Millionen Euro beanspruchten und 2015 dann 2,3 Millionen Euro. Außerdem erhielt die Stadt 2015 zwar mehr Schlüsselzuweisungen (plus 99.000 Euro), gleichzeitig aber weniger Fehlbetragszuweisungen (minus 58.000 Euro).

Zusätzlich legte Ute Sohrt den Stadtvertretern noch über- und außerplanmäßige Aufwendungen und Auszahlungen aus dem Haushaltsjahr 2015 vor, darunter beispielsweise 4000 Euro für die Unterhaltung der öffentlichen Toiletten, die nach Beschädigungen immer wieder repariert werden mussten, und der größte Batzen von 567.000 Euro an Pensions- und Beihilferückstellungen.

Der Jahresüberschuss von 1,04 Millionen Euro soll, darauf einigten sich die Stadtvertreter, gegen den vorgetragenen Jahresfehlbetrag, den die Stadt noch mit sich herumschleppt, in Höhe von 1,72 Millionen Euro gebucht werden. Dieser Fehlbetrag verringert sich dadurch auf knapp 687.000 Euro – und bei anhaltender Tendenz scheint nicht ganz unwahrscheinlich, was Ute Sohrt zum Ende ihrer Ausführungen formulierte: „Hoffentlich ist dieser Betrag mit dem Jahresabschluss 2016 ausgeglichen.“

Weiteres in Kürze:

> 37.279,79 Euro – so viel ist im vergangenen Jahr bei der Stadt an Spenden eingegangen, davon knapp 14.300 Euro für Spendwert, 10.675 Euro für das Weihnachtshilfswerk, gut 7300 Euro für die Flüchtlingshilfe und 5000 Euro für die Drehleiter der Feuerwehr. Einstimmig beschlossen die Stadtvertreter, die gesamte Spendensumme anzunehmen.

> Ebenfalls sprachen sich die Politiker dafür aus, für die Abwasserentsorgung Kappeln GmbH (AKG) eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 800.000 Euro zu übernehmen. Dieser Schritt erlaubt der AKG einen Kredit zu den günstigeren kommunalen Konditionen in Anspruch zu nehmen, um verschiedene Investitionen finanzieren zu können.

zur Startseite

von
erstellt am 06.Feb.2017 | 07:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen