Unbekannte demolierten die Aussichtsplattform

Stations-Mitarbeiter Uwe Schwippert (r.) und Birkwanderer schütteln den Kopf über das, was sie vor sich sehen.  Die Plattform darf nicht mehr betreten werden.   Foto: UK
Stations-Mitarbeiter Uwe Schwippert (r.) und Birkwanderer schütteln den Kopf über das, was sie vor sich sehen. Die Plattform darf nicht mehr betreten werden. Foto: UK

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01. August 2013, 04:59 Uhr

Nieby | Nicht nur die Mitarbeiter der Integrierten Station Geltinger Birk, sondern auch die Besucher des Naturschutzgebietes sind entsetzt: Unbekannte haben die hölzerne Aussichtsplattform am Wanderweg zwischen Falshöft und Birknack heimgesucht und sie ganz offensichtlich mit Brachialgewalt derart zerstört, dass sie nicht mehr betreten werden darf.

Nachdem die Stations-Mitarbeiter von der Beschädigung erfahren hatten, eilten sie flugs zum Tatort - etwa zwei Kilometer von Falshöft entfernt -, begutachteten den Schaden spannten ein rot-weißes Flatterband um die Aussichtsplattform und vermerkten, dass diese wegen Vandalismus bis auf Weiteres gesperrt sei.

Der materielle Schaden, so Stations-Mitarbeiter Uwe Schwippert, beläuft sich auf mehrere hundert Euro. Daneben ist für ihn der ideelle Schaden immens. Nicht nur, dass ein Geländer für den Aufstieg zur Plattform abgebrochen, das andere "gelockert" wurde, auch die Verkleidung mit Gucklöchern für Kinder liegt zertrümmert auf der Erde. Zudem vergriffen sich die Unbekannten an der Brüstung, die zum Teil zersplittert in der Landschaft liegt. Eine Sitzbank wurde umgeworfen, ein handgefrästes Schild samt dazugehöriger Kette ist spurlos verschwunden. Alles das stimmt Uwe Schippert zutiefst traurig und natürlich ist bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet worden.

Besagte Aussichtsplattform - 3,10 Meter hoch und 3,20 mal 3,20 Meter groß - ist im August 2010 während einer Vier-Tage-Aktion von der "Jugend auf der grünen Walz", beheimatet in Dannau in der Holsteinischen Schweiz, errichtet worden. Die "grüne Walz" gehört zum Verein "Walk" - gleichbedeutend mit "gehen" und auf der Walz sein -, ist aber auch eine Abkürzung für "Werkstatt, Arbeit, Landschaft, Kultur". Die "Grüne Walz" hatte zuvor auf der Streuobstwiese der Integrierten Station in Falshöft Insektenhotels installiert.

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