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Umzug nach Mehlbydiek in greifbarer Nähe

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Mehlbyer Feuerwehr hielt voraussichtlich letzte Jahresversammlung im Florianhaus ab / 52 Einsätze im vergangenen Jahr / Kritik an Verzögerung beim Digitalfunk

shz.de von
erstellt am 12.Jan.2014 | 14:18 Uhr

„Wir wissen, was wir an euch haben“, lobte bei der Jahresversammlung der Ortswehr Mehlby Kappelns zweiter stellvertretender Bürgermeister Rainer Moll und zollte den Aktiven für ihre freiwillige Einsatzbereitschaft an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr seine Hochachtung. Dem pflichtete der stellvertretende Bürgervorsteher Helmut Schulz bei und fügte hinzu, dass die Verantwortlichen der Politik stets bemüht seien, das für die Ausrüstung der Wehren erforderliche Geld bereit zu stellen. Schließlich gehe es um den Schutz der Bevölkerung.

Das hörte Mehlbys Wehrführer Dirk Schadewaldt – als solcher ist der Hauptbrandmeister drei Sterne seit 19 Jahren im Amt und ist darüber hinaus zugleich Gemeindewehrführer von Kappeln – gerne: „Wir sind zufrieden mit der Politik.“ Denn ohne Frage kommt auf die Stadt in Sachen Brandschutz vieles zu. Aller Wahrscheinlichkeit nach, so Schadewaldt, sei diese Versammlung die letzte, die im Florianhaus stattfinde. Denn: Der Umzug und die Angliederung an das Gerätehaus in Mehlbydiek sei nunmehr beschlossene Sache und in greifbare Nähe gerückt. Über 40 Jahre diente das Florianhaus der Wehr als Ausbildungsstätte und als Heimstatt für die Jugendfeuerwehr. Die Angliederung an das Gerätehaus in Mehlbydiek und damit verbunden der Einzug in den heutigen Erfordernissen entsprechenden Schulungsräumen werde im 106. Jahr des Bestehens der Ortswehr eine spürbare Erleichterung mit sich bringen.

Was das abgelaufene Jahr betrifft, weist die Mehlbyer Statistik Dienst an 63 Tagen aus. Es gab 52 Einsätze; wobei allein 14 auf das Konto von Orkan „Christian“ Ende Oktober gingen. Und diese Einsätze waren ganz unterschiedlicher Art: Dächer, die sich „verabschiedeten“, umgekippte Fahrzeuge, auf Straßen gestürzte Bäume sowie Vollsperrung der Bundesstraße 199. Und auch bei Orkan „Xaver“ waren die Männer und Frauen der Wehr im Einsatz. Zu den weiteren Einsätzen gehörten mehrere Verkehrsunfälle wie der eines Notarztfahrzeuges, ein in die Schlei gerolltes Auto sowie Brände – zum Beispiel jener Vorfall, als beim Verbrennen von Unkraut eine 2,50 Meter hohe und 40 Meter lange Hecke in Brand geraten war. Bewährt haben sich nach den Worten Schadewaldts die Brandmelder. Zum Beispiel Ende November, als vergessen worden war, das abendliche Essen vom Herd zu nehmen. Da sprang der Brandmelder am frühen Morgen des nächsten Tages ein – ein Fall für die Feuerwehr. Und dann gab es auch noch bei Notfällen etliche Türöffnungen.

Mit Blick auf das Jahr 2014 wies Dirk Schadewaldt darauf hin, dass sich verstärkt um neue Mitglieder bemüht werden wird. Zur Ortswehr Mehlby gehören 32 aktive, 115 fördernde und sieben Ehrenmitglieder, zudem 34 Aktive in der Jugendfeuerwehr. Als Termin für einen Gemeindefeuerwehrtag in Ellenberg nannte Schadewaldt den
9. Mai. Dann stehen auch der Gemeindewehrführer und sein Stellvertreter zur Wahl. Um wählen zu können, sei mindestens die Anwesenheit von 50 Prozent der in der Stadt tätigen 150 Aktiven erforderlich.

Im weiteren Verlauf der Versammlung waren Beförderungen und Ehrungen angesagt. Julian Jessen wurde Hauptfeuerwehrmann und erhielt zugleich die Bandschnalle für zehn Jahre Mitgliedschaft. Mona Mangelsen ist nun Hauptfeuerwehrfrau. Geehrt für langjährige Mitgliedschaft wurden zudem John Vorbringer (20 Jahre) sowie Siegfried Lucht und Bernd Reiner Bardosseck (40 Jahre). Letzterer ist auch Mehlbys stellvertretender Wehrführer.

Kreisbrandmeister Rainer Erichsen - zuständig für 6500 Aktive in 192 Wehren und 35 Jugendfeuerwehren mit rund 1000 Mitgliedern – dankte den Mehlbyer Blauröcken für treue Dienste und stete Einsatzbereitschaft. Was „Christian“ betrifft, sprach Erichsen davon, dass es ein solches Szenario kreisweit noch nicht gegeben habe, bei Orkan „Xaver“ sei man besser vorbereitet gewesen. Gerne hätte er Neues in Sachen Digitalfunk berichtet. Doch gebe es nichts Neues, außer. Das alles habe lange Beine. Dies aufgreifend, sprach Wehrführer Schadewaldt davon, dass die ständigen Verzögerungen ärgerlich seien. Da sei in jüngster Vergangenheit viel Druck gemacht worden, doch geschehen sei nichts, außer, dass die alte Technik immer älter werde.

Der stellvertretende Gemeindewehrführer von Kappeln, Rainer Seehusen, betonte, dass alle Wehren der Stadt wissen, dass sie sich auf Mehlby verlassen können. Lob für die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr gab es von Hans-Dieter Nissen und damit vom DRK-Rettungsdienst, dem er in Kappeln seit 25 Jahren angehört. Diesem Lob schloss sich namens des Polizeireviers in der Schleistadt Rainer Detlefsen an: „Wir können auf euch zählen, und das ist beruhigend.“

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