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Schlei-Bote

11. Dezember 2017 | 01:36 Uhr

Umweltbildung steht obenan

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Jahresversammlung des Fördervereins der Integrierten Station Geltinger Birk / Im vergangenen Jahr besuchten 7040 Wanderer die Ausstellung

Die derzeit 65 Mitglieder des Fördervereins der Integrierten Station Geltinger Birk blicken erwartungsvoll auf ein neues Projekt. Es geht um die räumliche und inhaltliche Umgestaltung ihres naturkundlichen „Minimuseums“ am Standort Falshöft. Anlässlich der Jahresversammlung der Förderer im Geltinger „Landkrog“ stellte Paul Trumpf von der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein eine erste Grobplanung vor, mit der die Ausstellung modernisiert und neu strukturiert werden soll. Finanzielle Hilfe wird vor allem aus Mitteln der Bingo-Umweltlotterie des NDR erhofft.

Vorgesehen ist, unter dem Motto „Land im Meer – Meer im Land“ die dazu passenden Exponate und Arrangements über Brut- und Rastvögel auf der Birk, Weidetiere in der halboffenen Landschaft, die Schweinswale und Tauchenten in der Ostsee und den allmählichen Landschaftswechsel in Bereichen der kontrollierten Vernässung zu präsentieren. Nach den Worten von Trumpf sei ein Anbau nicht erforderlich, um die fünf Ausstellungsräume einzurichten. Dabei spannt sich der Bogen von zwei Labors über ein Landschaftsmodell plus Diorama und „Unter-Wasser-Schau“ bis hin zu einer Kinderspielecke. Hinzu kommt ein Raum für „Piepvögel“ und – wie gehabt – eine umfangreiche Fossiliensammlung und das in einer Glasvitrine aufbewahrte Skelett eines Schweinswals.

Vorsitzende Renate Mielenz aus Falshöft hob hervor, dass im vergangenen Jahr 7040 Birk-Wanderer aus etlichen Nationen die bisherige Ausstellung besuchten – und zwar zum Nulltarif. Der Förderverein setze nach wie vor seine finanziellen Mittel dafür ein, dass die personelle Fachbetreuung in der Falshöfter Einrichtung am sogenannten „Info-Tresen“ gewährleistet bleibe. Mit dem Verkauf von Broschüren, Andenken und Esswaren wurden nach Angaben der Schatzmeisterin Bettina Beckenbach im Vorjahr rund 15  000 Euro umgesetzt. Der Etat 2015 geht von der gleichen Summe aus. Zu den Ausgaben zählen unter anderem 1600 Euro als anteilige Aufwandsentschädigung für zwei Zivildienstleistende im ökologischen Dienst, die in der Station mitarbeiten. Bürgermeister Volker Lippert aus Nieby rief dazu auf, die Einnahmesituation des Vereins zu verbessern und „kein Minus einzukalkulieren“.

Für den Umbau des Ausstellungsbereichs seien die Förderer nicht zuständig, weil diese Einrichtung fremdes Eigentum sei. Vorstandsmitglied Dagmar Struß von der Nabu-Gruppe Ostangeln unterstrich daher: „Die Umweltbildung bleibt die wichtigste Aufgabe des Fördervereins.“ Dazu gehört beispielsweise die Organisation von Natur- und Landschaftsführungen durch die Birk, wo die Koniks und Galloways in relativer Freiheit leben. Der Förderverein hat längst dafür gesorgt, dass sich in seinen Reihen mit Kooperationspartnern die nötige Fachkompetenz versammelt hat. Neben Nabu und der Stiftung Naturschutz sitzen das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR), die Jägerschaft des Hegerings II und der Wildpferde-Verein Geltinger Birk im selben Boot, ebenso wie Amtsvorsteher Thomas Johannsen, der als Schriftführer fungiert.

Zu den Highlights des diesjährigen Programms gehört der elfte Natur-Erlebnistag in Falshöft am Muttertag,
10. Mai, ab 11 Uhr. Renate Mielenz: „Wir hoffen dann auf gutes Wetter, denn im Vorjahr bescherte uns der Dauerregen bei diesem Treffen ein Minus von 500 Euro.“  

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