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TSV Kappeln : Umbau des Musikerheims noch 2015

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Lions-Club spendet dem TSV Kappeln 10.000 Euro für die Sanierung seiner Unterkunft.

Mit seinen mehr als 1500 Mitgliedern ist der TSV Kappeln der zweitgrößte Sportverein im Kreis. Und so ist der Verein aufgrund seines Angebotes weit über die Stadtgrenzen hinaus geschätzt. Allein beim in die Jahre gekommenen Sportheim in der Hindenburgstraße geht diese Wertschätzung rapide herunter. Umkleideräume im Stil der 50er-Jahre, von Kalk zerfressene Duscharmaturen, offene liegende Heizungsrohre und Stromleitungen passen nicht zu dem positiven sportlichen Image des Vereins. Daher will der Verein nun die Immobilie von Grund auf überplanen.

Und dazu erhält der TSV Unterstützung. Dieses Mal sind es die Lions, die dem Verein mit einer Spende von 10.000 Euro unter die Arme greifen. „Das Geld stammt aus dem Erlös des Adventskalenderverkaufs“, sagt die Kappelner Lions-Präsidentin Dr. Christiane Stappert. Laut Bettina Kirchberg, die bei den Lions für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, ist die Lions-Spende gut angelegtes Geld, „weil so ein gemeinnütziges Projekt alles abdeckt, was der Lions-Club will“. Für Stappert ist das Leistungsspektrum des TSV Kappeln beeindruckend. „Ob Koronarsport oder Schlei-Kids – der TSV bietet es an, und er holt auch die Kinder von der Straße“, so Stappert.

Die Finanzspritze der Lions kann der TSV gut gebrauchen, denn die Umbaumaßnahmen für das sogenannte Musikerheim – dort übt das Schleiorchester – fallen teurer aus als die ursprünglich mal angenommen 180.000 bis 200.000 Euro. Vereinsvorsitzender Dagmar Ungethüm-Ancker sagt: „Wir rechnen mit 250.000 Euro, nicht zuletzt weil einige energetische Maßnahmen nötig sind.“ Für diese Summe soll der Versammlungs- und Kneipenraum modernisiert werden. Doch vor allem wird der Reha- und Bewegungsraum im Musikerheim in einen Multifunktionsraum mit dann eigenem Eingang umgewandelt. Zurzeit kann man den Reha- und Bewegungsraum nämlich nur über den Kneipen- und Versammlungsraum erreichen.

Im zweiten Bauabschnitt soll dann der angebaute hölzerne Geräteschuppen durch einen Neubau ersetzt werden. Hier werden dann eigene Umkleideräume und Sanitäranlagen für den Multifunktionsraum sowie für die Fußballer und Leichtathleten untergebracht. Deren Dusch- und Umkleideräume am entgegengesetzten Ende des Gebäude werden im dritten Bauabschnitt dann zurückgebaut.

In der Stadt erhält der Verein viel Unterstützung für sein Vorhaben. Die Politik genehmigte dem TSV eine 100.000-Euro-Bürgschaft. Beim gemeinsamen Sportlerball mit dem ASC erhielt dieses Jahr der TSV den alleinigen Erlös für die Sanierung des Sportheims. Und nun also noch die Lions-Spende. Doch Zuschüsse von außerhalb fließen nicht so üppig in dieses Projekt. Der Landessportverband unterstützt einen Umbau oder eine Sanierung mit 20 Prozent, einen Neubau mit zehn Prozent. „Die Würdigung eines Ehrenamtes sieht für mich anders aus“, meint Ungethüm-Ancker. Dem Verein seien bei der Finanzierung solch großer Vorhaben Grenzen gesetzt. Und die stellvertretende TSV-Vorsitzende Sylvia Grafunder ergänzt: „Wir können uns nicht so verschulden, dass wir den Sport nicht mehr betreiben können.“ Auch deshalb betont Ungethüm-Ancker: „Wir sind auch auf Zuschüsse aus Stiftungen oder Spenden angewiesen.“ Ihr Dank gilt daher den Lions für deren Engagement. Mit dem Geld der Lions werden der zusätzliche Eingang sowie eine Spiegelwand für den zu errichtenden Multifunktionsraum angeschafft.

Christiane Stappert hofft derweil, dass mit der Lions-Spende der Ball ins Rollen gebracht wird. Und weil bei den Spenden der Lions das Geld in der Stadt verbleibt, erhofft sich Bettina Kirchberg auch einen positiven Effekt für die Lions: „Vielleicht kaufen jetzt noch mehr Bürger unsere Adventskalender.“

 

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erstellt am 03.Mär.2015 | 07:30 Uhr

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