Maifeier : Über 1000 Geltinger begrüßen den Mai

Vor dem Peter-Schwennsen-Haus wurde es eng: Die halbe Gemeinde war bei bestem Wetter auf den Beinen.
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Vor dem Peter-Schwennsen-Haus wurde es eng: Die halbe Gemeinde war bei bestem Wetter auf den Beinen.

Chöre aus Estland bereichern die 25. Auflage der Maifeier.

shz.de von
04. Mai 2015, 07:30 Uhr

Es war ein würdiges Jubiläum, zu dem die Hälfte der Geltinger Bevölkerung auf den Beinen war. Weit über 1000 Teilnehmer ließen sich die Maifeier, die zum 25. Mal von den Geltinger Chören vor dem Peter-Schwennsen-Haus veranstaltet wurde, nicht entgehen. Und neben Musik und guter Laune gab es auch noch politische Erfolgsmeldungen von Geltings Bürgermeister Uwe Linde.

Als besondere Gäste waren die beiden estnischen Chöre „Väägvere Külacapell“ und „Tuule Naischor“ aus der Geltinger Partnerstadt Tartu Vald mit dabei. Beide Chöre wurden vor zwei Jahren gegründet und waren erstmalig nach Gelting gekommen. Bei der Maifeier stellten sie sich gemeinsam mit folkloristischen Liedern und Tänzen, aber auch mit hier unbekannten Musikinstrumenten wie der „Teufelsgeige“ und einer Sitzbank in Form eines Rentiers als „Ratsche“ vor. Mit dabei war auch Tatur Valds Bürgermeister Aivar Soop, zugleich estnischer Partnerschaftsbeauftragter.

Im Vorprogramm unterhielt das Geltinger Blasorchester unter Leitung von Arno Panske die Besucher mit einem halbstündigen Platzkonzert. Bürgermeister Uwe Linde nutzte die Gelegenheit, Positives aus der Kommunalpolitik zu berichten. So etwa, dass im Baugebiet Mühlenfeld alle Grundstücke des dritten Bauabschnitts verkauft seien. Daher habe sich die Gemeindevertretung dafür ausgesprochen, neue Baugebiete in Richtung Wackerballig auszuweisen. Die Grundstücksverhandlungen stünden kurz vor Vertragsabschluss. Zudem soll auf der Grünfläche zwischen Peter-Schwennsen-Haus und Georg-Asmussen-Schule ein Hackschnitzel-Heizwerk für Schule, Turnhalle und Peter-Schwennsen-Haus entstehen. Dadurch will die Gemeinde erhebliche Heizkosten einsparen. Und noch eine frohe Botschaft: „Gelting wächst. Zurzeit haben wir 2020 Einwohner.“

Nachdem Linde das Zeichen zum Aufstellen des Maibaums gegeben hatte, wurde der in Sekundenschnelle von der Geltinger Wehr und der Jugendwehr gemeinsam aufgerichtet. Danach ging es musikalisch Schlag auf Schlag weiter. Die Kinder des ADS-Kindergartens sangen, der Regenbogen-Kindergarten stellte sich mit einer kleinen Show „Mein Hut, der hat drei Ecken“ vor. Beifall erhielt der estnische Frauenchor „Tuule“ für seinen Folklore-Vortrag in Landestracht. Mit je zwei Liedern erfreuten der Singkreis der Landfrauen, der Geltinger Shanty-Chor und der Geltinger Männerchor. Das Lied „Sehnsucht nach dem Frühling“ beendete zwar die Feierstunde, nicht aber das Vergnügen. Mit Maibock vom Fass wurde zünftig weiter gefeiert.

Auch in Kappeln ging es unter dem Maibaum fröhlich zu – und das bereits zum zwölften Mal auf dem Gelände der Mühlenresidenz. Es gab Musik vom Schlei-Orchester, Maibowle, Kaffee und Kuchen, außerdem eine gefragte Tombola. Sogar auf schlechtes Wetter hatten sich die Veranstalter eingestellt und ein wetterfestes Zelt aufgebaut. Das entpuppte sich aber als überflüssig, denn das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite.  

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