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Üben, üben, üben - für den Bundeswettbewerb

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Maria Katharina Christiansen und Benedikt Lange rechnen sich Chancen auf gute Platzierung aus

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Loit/Hüsby | Maria Katharina Christiansen (16) aus Loit und Benedikt Lange (19) aus Hüsby sind ein besonderes Paar. Denn als Duo an Klavier und Trompete haben sie die höchste Auszeichnung des Landeswettbewerbs "Jugend musiziert" erreicht. Damit sind sie qualifiziert für den Bundeswettbewerb vom

17. bis 24. Mai in Nürnberg.

Maria spielt seit neun Jahren Klavier. "Ich fand Klavierkonzerte einfach toll", erinnert sich die Lornsen-Schülerin. Ihre Mutter meldete sie daraufhin in der Musikschule in Süderbrarup an. Zwei Jahre später wechselte sie nach Schleswig, wo sie auf ihren jetzigen Lehrer Kevin McKenna traf. "Er legt viel Wert darauf, dass man viel Musik macht", beschreibt sie den Musiklehrer. Er habe auf langweilige Etüden verzichtet und stattdessen Stücke ausgesucht, in denen diese mit eingebaut seien. Ihr früheres Lieblingsstück, das Rondo aus der Grande Sonate Pathetique von Beethoven, spielt sie heute selbst.

Benedikt begann als Neunjähriger mit dem Trompetenspiel im Musikverein von Schuby, spielt heute noch in der "Bläservielharmonie" und seit einem Jahr im Landesjugendorchester. Seit drei Jahren ist Willi Neu, Leiter der Schleswiger Musikschule, sein Lehrer.

Vor einem Jahr traten die beiden Jungmusiker erstmals als Duo beim Musikwettbewerb an. Doch erst in diesem Jahr gelang ihnen der Sprung auf einen Landesplatz.

Diese Auszeichnung haben sie mit Talent und viel Fleiß geschafft. Denn neben einem wöchentlich einstündigen Musikunterricht auf ihrem Hauptinstrument nehmen beide noch an einer studienvorbereitenden Ausbildung teil, die unter anderem eine weitere Unterrichtsstunde in einem Nebenfach - Maria: Orgel, Benedikt: Klavier - vorsieht. Zusätzlich steht eine Wochenstunde Musiktheorie auf dem Stundenplan. Viel Üben ist auch angesagt - bis zu vier Stunden täglich. Auch die Ferien sind mit Musikkursen verplant, und an zwei Wochenenden im Jahr stehen Kompaktkurse in Musiktheorie an.

Für weitere Hobbys bleibt beiden keine Zeit mehr - es sei denn, man betrachtet das wöchentliche Orgelspiel von Maria während der Gottesdienste in der Loiter Kirche als Ausgleich. Und Benedikt wird, wenn er nächstes Jahr sein Abitur macht und sich auf die Aufnahmeprüfung für die Musikhochschule vorbereitet, sogar seine Jiu-Jitsu-Stunde aufgeben müssen. Doch diese Last tragen beide gerne. "Ich will weiterkommen, sonst bin ich mit mir nicht zufrieden", erklärt Maria.

Beide können sich eine berufliche Zukunft mit Musik vorstellen. Benedikt hat das Ziel, Orchestermusiker zu werden. Und Maria liebäugelt mit einer Tätigkeit als Musiklehrerin oder im Musikmanagement.

Doch erst einmal werden vier Mal in der Woche die Sonate für Trompete und Klavier von Paul Hindemith und die Fantasie von Francis Thomé gemeinsam geübt. Denn diese Musikstücke wollen die beiden beim Bundeswettbewerb präsentieren. "Bei guter Vorbereitung werden wir auch dort einen Preis gewinnen", ist sich Benedikt sicher.

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