Sprung ins neue Jahr : Turniersieg erst nach sieben Durchgängen

Die erfolgreichen Sportler:  Amelie Jöhnk („Pusta“), Manon Strauss („Luke“), Wiebke Engel („Cosma“), Gesamtsieger Christian Thiesen („Lucas“), Mark Schulz („Chartana“) und Ronja Petersen („Bim“, v.li.).
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Die erfolgreichen Sportler: Amelie Jöhnk („Pusta“), Manon Strauss („Luke“), Wiebke Engel („Cosma“), Gesamtsieger Christian Thiesen („Lucas“), Mark Schulz („Chartana“) und Ronja Petersen („Bim“, v.li.).

Das gab’s noch nie: Die Besten der 17 Reiter mussten sieben Mal in den Parcours ehe der Sieger feststand.

shz.de von
03. Januar 2015, 18:00 Uhr

Christian Thiesen vom Reitclub (RC) Damp machte sich an seinem Geburtstag in der großen Reithalle des Reiterhofes Tramm das schönste Geschenk. Thiesen gewann in der Leistungsklasse auf dem ihm von Frederic Klagges aus Marienthal/Eckernförde überlassenen Pferd „Lucas“ das „Sprung ins neue Jahr“-Turnier des RC Damp.

Sozusagen als Start ins neue Reiterjahr veranstaltet der Reitclub Damp seit mehr als 20 Jahren am Neujahrstag den „Sprung ins neue Jahr“. Das Besondere daran ist, dass dabei Anfänger gegen Könner gewinnen können. Denn die Könner haben höhere Hindernisse zu überwinden.

In diesem Jahr beteiligten sich 17 Reiterinnen und Reiter vom Turniereinsteiger bis zum versierten Springreiter unter der Leitung von Peter und Maren Tramm sowie Maren Block an dem Turnier. Sie mussten im Schritt in der Bahn reiten und wurden dann zum Springen aufgefordert. Jeder musste bei jedem Durchgang vier seinem Leistungsstand entsprechende Sprünge absolvieren. Blieb der Reiter dabei fehlerfrei, durfte er in der Halle bleiben und im nächsten Durchgang starten. Anderenfalls musste er nach dem Durchgang die Halle verlassen. Auf diese Weise verringerte sich die Teilnehmerzahl nach jeder Runde. Hinzu kam, dass nach jedem Durchgang die Hindernisse erhöht wurden.

In der Leistungsklasse lieferten sich Thiesen und Marc Schulz vom Nachbarverein Waabs-Langholz ein packendes Duell um den Sieg. Beide waren nach fünf Runden als einzige in der Leistungsklasse fehlerfrei. Im Stechen sprangen beide um den Klassen- wie um den Gesamtsieg. Doch auch dann gab es keinen Abwurf. Dabei meisterten die Pferde mit der Triplebarre, ein Hindernis von 1,65 Meter Höhe und 1,45 Meter Weite. Dafür gab es den verdienten Beifall der zahlreichen, begeisterten Zuschauer. Es folgte etwas, das es noch nie in der Geschichte des Turniers gegeben hatte: Eine Kurzrunde mit nur einem einzigen Sprung über die 1,80 Meter erhöhte Triplebarre bei einer Tiefe von 1,55 Meter sollte über den Sieg entscheiden. Beide Pferde zeigten, dass sie diese Höhe springen können. Aber während Christian Thiesen mit „Lucas“ das Hindernis ohne Berührung meisterte, touchierte „Chartana“ mit Marc Schulz leicht die obere Stange, die daraufhin herunterfiel. Das bedeutete den Turniersieg für Thiesen.

Die Einsteigerklasse gewann Amelie Jöhnk aus Eckernförde mit ihrem Pferd „Pusta“ vor Wiebke Engel auf „Cosma“, Manon Strauss auf „Luke“ und Ronja Petersen auf „Bim“.

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