Feuerwehren in Kappeln : Truppmann: Viel Praxis in der Ausbildung

So könnte der Einsatz aussehen: Mit pneumatischen Hebekissen wird versucht, das Fahrzeug anzuheben, um die darunter eingeklemmte Person zu befreien.
So könnte der Einsatz aussehen: Mit pneumatischen Hebekissen wird versucht, das Fahrzeug anzuheben, um die darunter eingeklemmte Person zu befreien.

Teil 1 bestanden: Elf Männer und drei Frauen machen den Truppmann-Lehrgang bei der Freiwilligen Feuerwehr.

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27. September 2020, 18:32 Uhr

Kappeln | Vierzehn neue Feuerwehrkameraden, davon drei weibliche Mitglieder, lassen sich derzeit zu Truppmann oder -frau ausbilden. Mit der Abschlussübung am Freitagabend, 25. September, haben sie Teil 1 bereits bestanden und ihre Urkunden von Kappelns Bürgermeister Heiko Traulsen überreicht bekommen. Sie wurden von allen Beteiligten gelobt – vor allem die gute Teamarbeit, die klaren Absprachen und deutlichen Kommandos. „Es ist eine wirklich kompakte Erstausbildung, und Sie haben gezeigt, dass Sie den Einsatzort abwickeln können“, sagte Hartmut Christophersen vom Vorstand der Kreiswehrführung Schleswig-Flensburg.

Bestanden – die Teilnehmer des Lehrgangs haben ihre Urkunden erhalten.
Ambrosius
Bestanden – die Teilnehmer des Lehrgangs haben ihre Urkunden erhalten.
 

 Die Abschlussübung fand in Olpenitz auf dem Ferienhof Wick statt. Malte Lorenzen, stellvertretender Pressewart der Feuerwehr Kappeln, berichtete von zwei Einsatzstellen: „Eine Person klemmte unter einem Auto fest und musste befreit, und ein brennendes Fahrzeug musste gelöscht werden“. Er ergänzte, dass eine Schwierigkeit war, eine Wasserversorgung aufzubauen, da der Hydrant 150 Meter entfernt lag.

Im "Blaulichtmilieu" groß geworden

Für Teilnehmer Lasse Succow (20) ist es eine Selbstverständlichkeit, etwas für die Gesellschaft zu tun. „Aber ich bin auch schon im „Blaulichtmilieu“ groß geworden“, sagte er und lachte. „Mit Opa und Vater sind schon Feuerwehrmänner in der Familie und mit zwei Jahren saß ich bereits im Feuerwehrauto.“ Die Grundausbildung machte ihm richtig viel Spaß, vor allem, dass so vieles praktisch getan werden konnte.

Ergiebige Grundausbildung

Axel Kühn-Kirchberg, stellvertretender Gemeindewehrführer aus Arnis, leitete den auf Gemeinde- und Amtsebene organisierten Lehrgang mit zehn Ausbildern über elf Termine. „Wir achten sehr darauf, dass der Zeitaufwand und die Organisation für alle nicht zu sehr ins Privatleben eingreift, möglich und trotzdem ergiebig ist“, sagte er. Die Verteilung der Stunden für diese Grundausbildung zum Erlernen des Feuerwehr-Handwerks umfasste acht Abende von je drei Stunden und drei Sonnabenden mit je sieben Stunden. „Nach fünf Wochen ist man schon fertig“, sagte er und fügte hinzu, dass der zweite Teil während der normalen Übungsabende in der „Heimfeuerwehr“ stattfinde.

Macht sich auch gut im Lebenslauf

 „Es ist nicht nur ein tolles Gefühl, kompetent helfen zu können, Feuerwehrausbildungen machen sich auch wirklich gut im Lebenslauf für Bewerbungen, denn hier wird unter anderem Teamwork und Verantwortungsbewusstsein bewiesen“, so Kühn. Früher sei der Theorieteil groß gewesen, heute sei es umgekehrt, erklärte Kühn weiter. Der Praxisteil überwiege, sei durch die heutige moderne Technik wirklich bemerkenswert und vor allem für die jüngere Generation der interessante Anzugspunkt. „Es geht eben nicht nur um „mal eben“ löschen, es geht um umfangreiche Technik, um ein großes Einsatzfeld, um Gruppenzusammenhalt und dass sich jeder auf jeden verlassen kann“, sagte Kühn und freute sich darüber, dass diesmal auch wieder drei Frauen dabei waren. „Ich möchte dazu ermuntern, dass sich noch mehr Frauen für die ehrenamtliche Arbeit bei der Feuerwehr motivieren können.“

Beförderung

Axel Kühn-Kirchberg wurde während des Abschlussabends zum Hauptlöschmeister ***Sterne befördert.
 

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