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Gelting/Kappeln/OFS : Tourismus: Signale für mehr Nähe

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Die Vereine aus Gelting und Kappeln sowie die OFS befinden sich auf einer Linie. Die Mitglieder wünschen sich eine Befragung bei Veränderungen.

Wann immer die Touristikvereine Ferienland Ostsee/Geltinger Bucht oder Kappeln auftreten, taucht unweigerlich irgendwann die Frage auf, wie sich die vor langer Zeit eingefrorene und seit Kurzem wieder zart erwachte Zusammenarbeit mit der Ostseefjord-Schlei GmbH (OFS) denn derzeit gestaltet. So war es auch jüngst in der Jahresversammlung des Geltinger Zusammenschlusses. Neben Jörg Lempelius als Vorsitzendem waren unter anderem Vorstandsmitglieder des Kappelner Vereins und Max Triphaus, Geschäftsführer der OFS, erschienen – schon mal nicht das schlechteste Zeichen.

Lempelius sprach von einer „positiven Zusammenarbeit“ mit seinem Kappelner Pendant. „Es gibt gemeinsame Schulungen, und die Internet-Seiten sind verlinkt“, führte er als Beispiele an. Außerdem haben die beiden Vereine erneut ein gemeinsames Gastgeberverzeichnis auf den Weg gebracht. Mit Blick auf die vorsichtige Annäherung zur OFS wollte Vereinsmitglied Björn Wolf aus Gelting wissen, wie der Status quo sei. Laut Satzung obliegen dem Verein Aufgaben wie Tourismuswerbung, Beratung der Mitglieder und Unterstützung bei der Vermietung, Veranstaltungen, Gästebetreuung und die Zusammenarbeit mit Amt und Nachbarvereinen. Wolfs Forderung: „Sobald es da Konkretes und eine Aufgabenverlagerung geben soll, müssen die Mitglieder gefragt werden.“ Max Triphaus lieferte die Antwort: „Der Diskussionsstand sieht derzeit keine Veränderungen vor.“ Seitens des Geltinger Vorstandes wurde zudem bekräftigt, dass, sollte sich etwas ergeben, die Mitglieder befragt würden. Ziel aller Gespräche, hieß es weiter, sei es, „uns nach vorne zu bringen“. Dabei solle nichts ohne den Rückhalt der Mitglieder geschehen. Lempelius; „Wir befinden uns in einem Prozess des Miteinanders, wobei sich aktuell nicht sagen lässt, ob dies funktioniert oder nicht. Wir unternehmen aber alles, damit eine Zusammenarbeit für alle Seiten zu einem Gewinn wird.“

Mit Blick auf die Zahlen zog der Vorsitzende derweil eine zufriedenstellende Bilanz: Dem Geltinger Verein gehören derzeit 216 Mitglieder an, die 1851 Betten für Urlauber vorhalten. Hinzu kommen 34 fördernde Mitglieder. Seit Mitte März verfügt der Touristikverein mit Jessica Baasch aus Kappeln über eine neue Mitarbeiterin. Mitgewirkt hat der Verein nach den Worten des Vorsitzenden bei den Geltinger Tagen und beim Piratentag in Wackerballig. Die Ausführungen von Lempelius ergänzte seitens der Büros der Touristik-Information Rosi Erichsen. Sie sprach mit Blick auf das Gastgeberverzeichnis, das inzwischen europaweit versandt worden sei, von „viel Arbeit“. Die Online-Buchungen der Gäste zeigten steigende Tendenz. Rosi Erichsen: „Die Büros in Kieholm und Gelting sind nicht nur Anlaufstellen für Touristen,, sondern auch Kartenvorverkaufsstellen für regionale Veranstaltungen.“

Nachdem Volker Callsen, seit einem Jahr Kassenwart des Vereins, dessen Finanzen offen gelegt hatte und für dieses Jahr ein Haushaltsvolumen von 144.600 Euro errechnet hatte, meldete sich Ernst-Otto Löwenstrom namens des Fördervereins der Integrierten Station in Falshöft zu Wort. Er berichtete, dass die Besucher des Naturschutzgebietes Geltinger Birk – reichlich 100.000 im Jahr – immer wieder betonen, „wie schön es hier ist“. Das Bedürfnis, sich mit dem Umfeld des Urlaubs auseinander zu setzen, sei groß. Und mit Blick auf die von der OFS ausgerufene „Langsamzeit-Kampagne“ sagte Löwenstrom, dass da auch für die Landschaftsführer einiges machbar sei.

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