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Klaus-Harms-Schule : Teures Nachspiel für die Stadt

vom
Aus der Redaktion des Schlei-Boten

Der Wasserschaden an der Klaus-Harms-Schule kostet Kappeln rund 100.000 Euro.

Der im Februar entstandene Wasserschaden an der Klaus-Harms-Schule hat für die Stadt ein finanzielles Nachspiel. Zwar kommt die Versicherung für die entstandenen Schäden auf. Doch gerade bei Böden oder Wänden macht es laut Stadtverwaltung keinen Sinn, nur die beschädigten Bereiche zu erneuern. „Ansonsten entstehen da optische Demarkationslinien“, sagte Bürgermeister Heiko Traulsen am Montagabend vor dem Bauausschuss. Auch eine energetische Sanierung zur Minimierung des Energieverbrauches sollte durchgehend erfolgen. Nach einer vorläufigen Rechnung summiert sich die Höhe dieser zusätzlichen Wiederherstellungskosten derzeit auf etwa 446.000 Euro, davon trägt die Versicherung zwei Drittel, also etwa 343.500 Euro. Für die verbleibenden rund 102.500 Euro müsste die Stadt aufkommen. „Dieser Betrag ist allerdings nicht in Stein gemeißelt, den werden wir noch runter verhandeln“, zeigte sich Traulsen optimistisch. Doch bat der Bürgermeister um einen Grundsatzbeschluss zur Auftragsvergabe der Sanierungsarbeiten, um nicht weitere Kosten entstehen zu lassen. „Bei der Schul-Cafeteria unterhalten wir beispielsweise das Personal, können aber derzeit über den Verkauf keine Einnahmen erzielen, weil die Cafeteria noch nicht wieder funktionstüchtig ist“, erläuterte der Bürgermeister.

Harald Stührwold (SSW) pflichtete Traulsen bei. „Da besteht Handlungsbedarf“, sagte er. Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Rainer Moll setzte sich für eine zügige Behandlung des Themas ein. „Das sollte gleich in die nächste Stadtvertretung gehen, sonst ist Ostern schon wieder vorbei“, fand er. Corinna Graunke (CDU) stieß ins selbe Horn: „Klar, das muss gemacht werden. Es handelt sich hier schließlich um die Zukunft unserer Kinder.“ Zudem seien die Osterferien für die Reparaturarbeiten wertvoll, da dann das Haus leer stehe und die Arbeiten nicht den laufenden Betrieb störten. Traulsen ergänzte, dass die Kommunalaufsicht diese Maßnahmen genehmigt und beim Innenministerium eine Anfrage auf Sonderbedarfszuweisung gestellt wurde. Allerdings sagte er auch, dass es sich bei den genannten Kosten noch um eine vorläufige Rechnung handle. „Ich weiß nicht, was am Ende tatsächlich auf uns zukommt“, so der Bürgermeister. Der Bauausschuss genehmigte für die Sanierung der Wasserschäden einstimmig überplanmäßige Aufwendungen in Höhe von 105.000 Euro. Die Stadtvertretung muss diesen Beschluss jedoch noch bestätigen.

Weiteres in Kürze:

>Der Bauausschuss brachte einen Grundsatzbeschluss auf den Weg ein Grundstück im Königsberger Ring als Wohnbaufläche in einem B-Plan-Verfahren festzusetzen.

>Zudem fassten die Ausschussmitglieder für die siebte Änderung des B-Plans Nr. 16 Mehlby-Holzkoppel den Abwägungs- und Satzungsbeschluss. Damit wird die Planung eines Nahversorgungszentrums mit einem 1000 Quadratmeter großen Discounter an der Wassermühlenstraße aufgegeben, da Aldi nun nicht umzieht und in Mehlby bleibt. Da das E-Center in der Wassermühlenstraße wie auch Aldi in Mehlby sich aber nach wie vor vergrößern wollen, werden die 1000 zusätzlichen Quadratmeter unter den beiden Märkten aufgeteilt.

>Grundsätzlich stimmte der Bauausschuss dem Bau eines Verkehrskreisels im Kreuzungsbereich der Wassermühlenstraße, der B  199 und Wassermühlenholz zu. Diese Entscheidung bedarf aber noch der Bestätigung durch die Stadtvertretung.

>Zudem befürwortete das Gremium den Neubau einer Lager- und Werkhalle für Boote in Grauhöft ohne Aufstellung eines B-Plans. 

 

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erstellt am 26.Mär.2015 | 07:30 Uhr

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