zur Navigation springen

Tante Karin verlässt den Kindergarten

vom

Boren | Bei einem gemeinsamen Frühstück verabschiedeten die Kinder des Kindergartens Ekenis ihre langjährige Kindergärtnerin Karin Przybilla. Die beliebte Betreuerin war 40 Jahre lang eine Stütze dieser pädagogischen Einrichtung. Ihre offizielle Dienstzeit endet am

1. September mit einem Entpflichtungsgottesdienst. Doch bis dahin möchte sie noch ihren Resturlaub abbauen.

Die Kinder dankten ihr mit einem selbst getexteten Lied und einem Riesenblumenstrauß. "Sie haben immer ein großes Herz für die Kinder gehabt", sagte Bürgermeister Thomas Detlefsen. Ihren Abschied sehe die Gemeinde "mit zwei weinenden Augen". Und er erinnerte daran, dass viele der heutigen Kindergarteneltern auch schon von "Tante Karin" betreut wurden. Er überreichte als Geschenk ein Buch über die Schleiregion.

Przybilla erwiderte, dass sie an die Zeit in Ekenis nur gute Erinnerungen habe. "Es muss Spaß machen, sonst hält man das keine 40 Jahre aus", meinte sie. Ihr habe die Arbeit Freude gemacht. Und sie würde - noch einmal vor die Wahl gestellt - diesen Beruf wieder ergreifen. Aber im Ruhestand wolle sie es sich jetzt gut gehen lassen. Jetzt sei sie auch mal selber dran.

Die Arbeit im Kindergarten habe sich in ihren Augen im Laufe der Zeit geändert. Sowohl die Kinder als auch die Eltern seien anders. Als sie begann, seien die Gruppen wesentlich größer gewesen. Arnis und Rabenkirchen hätten damals auch noch zum Einzugsgebiet dazugehört. "Doch die Kinder waren problemloser und zufrieden, wenn sie spielten", erinnert sie sich. Heute stünde die Vorbereitung auf die Schule im Vordergrund. Und das sei als einzelne Person nicht mehr zu schaffen. "Bei mir geht es mehr vom Gefühl her, über die Liebe", verrät Przybilla, die zuletzt eine Familiengruppe mit 15 Kindern, in denen sieben unter drei Jahre alt waren, betreut hat.

zur Startseite

von
erstellt am 01.Aug.2013 | 04:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen